Jever - Jetzt gilt es für das im Ligaspielbetrieb seit Jahren so erfolgsverwöhnte Jungenteam des MTV Jever, das in der Tischtennis-Niedersachsenliga die ganze Spielzeit nur auf die an diesem Wochenende stattfindenden deutschen Mannschaftsmeisterschaften hingearbeitet hat. Die vierte erfolgreiche Titelverteidigung in Folge in der höchsten niedersächsischen Spielklasse war für den Serienmeister das selbst erklärte Etappenziel in dieser Saison. Schließlich sollten nach der Corona-Zwangspause doch endlich wieder für die bundesweit acht Regionalmeister die „Deutschen“ stattfinden.
Hoch motiviert
So hat sich der MTV-Tross am Freitag auf den Weg Richtung Bad Münder gemacht, denn der niedersächsische Club TSV Hachmühlen richtet das Turnier in diesem Jahr aus: Der Fahrtaufwand ist somit nicht dramatisch groß. Und das Jeveraner Team mit Mathis Kohne, Justus Lechtenbörger, Bennet Robben, Janto Rohlfs und Wilko Romaneeßen ist hoch motiviert und gut vorbereitet angereist.
In der vergangenen Woche konnten die Youngster aus der Marienstadt im Rahmen eines gemeinsamen Trainings noch einen Wettkampf gegen ein „All-Star-Team“ des MTV Jever absolvieren, das mit 5:10 verloren ging. „Es war also noch ein Dämpfer zur rechten Zeit, so dass in dieser Woche im Training noch einmal angezogen wurde“, berichtet Abteilungsleiter Thorsten Hinrichs.
Ein Blick auf die Auslosung bei der DM zeigt, dass es an der Spitze einigermaßen eng zugehen könnte. In der Vorrundengruppe bekommt es das MTV-Team mit dem Hessenmeister TTC Königstein, dem GSV Hemmingen (Baden-Württemberg) und SV Windhagen (Rheinland-Rheinhessen) zu tun.
Denkwürdiges Halbfinale
Auch Titelverteidiger Hertha BSC Berlin ist wieder in der Parallelgruppe dabei. Eine Neuauflage des denkwürdigen Halbfinales von 2019 – wegen der Pandemie die bislang letzte Mannschafts-DM – ist nicht unmöglich. Außer dem damaligen Frontmann Janek Hinrichs, der diesmal im Betreuer-Team der Jeveraner im Einsatz ist, sind die restlichen MTV-Akteure allesamt noch dabei und erinnern sich nur ungern an das damalige 5:5-Unentschieden, als man bei Satzgleichheit nur hauchdünn nach Auszählen der Bälle ausschied, sich anschließend aber noch die Bronzemedaille sichern konnte.
„Diesmal ist erneut der Sprung auf das Treppchen das angestrebte Ziel unseres Jungenteams“, erläutert Thorsten Hinrichs und ergänzt: „Allerdings erscheint das nur realistisch, wenn alle Akteure zum richtigen Zeitpunkt ihre beste Leistung abrufen können.“
