Jever/Oldenburg - Schlechte Nachrichten für den Tischtennis-Oberligisten MTV Jever: In der kommenden Spielzeit müssen die Marienstädter ohne Mathis Kohne auskommen, der in der aktuellen Saison an Position zwei spielt. Der 16-Jährige wechselt zum Oldenburger TB. Dort soll er in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen, die aktuell mit 8:0 Zählern die Verbandsliga anführt.
Immer wohl gefühlt
„Ich habe mich in Jever immer wohl gefühlt und bin toll unterstützt worden“, betont Kohne. Warum dann der Wechsel? „Hauptargument war die sportliche Perspektive beim OTB. Die erste Mannschaft ist Tabellenführer der Regionalliga, steigt hoffentlich in die 3. Bundesliga auf. Ich hoffe natürlich, vielleicht irgendwann den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen“, erklärt Kohne.
Auch das Training beim OTB, an dem er schon seit langer Zeit neben den Einheiten des MTV Jever teilnimmt, sei hervorragend. „Wobei das nicht heißen soll, das das in Jever nicht auch sehr gut ist“, stellt der Oldenburger Gymnasiast klar.
2016 war Kohne von Tura Oldenburg, wo er in der Bezirksliga der Schüler und der 2. Bezirksklasse der Männer gespielt hatte, nach Jever gewechselt. Seitdem gehört er in der Jungen-Niedersachsenliga zu den Leistungsträgern des MTV und war seit 2019 auch festes Mitglied der Oberliga-Mannschaft. Nach 7:0 Siegen im unteren und 7:8 im mittleren Paarkreuz in der vergangenen Saison spielte Kohne in der aktuellen sogar oben (2:6 Siege). In der deutschen Rangliste des Jahrgangs 2004 liegt er auf Rang elf.
Großer Verlust
Verlust eines großen Talentes, dazu die Reduzierung der Mannschaftsstärke auf vier Spieler in der Oberliga – auf Jever kommen schwierige Aufgaben zu. „Das macht die personellen Planungen im Frühjahr sicher nicht einfacher. Man muss ja auch schauen, welche Perspektive man Spitzenspieler Adrian Dugiel weiter bieten kann“, erklärt Malte Stickel, der langjährige Betreuer der Oberliga-Mannschaft.
Allzu überraschend käme der Wechsel aber nicht, und Groll gegenüber Spieler oder auch dem Oldenburger TB gäbe es auch nicht, erklärt Stickel. Er ergänzt: „Natürlich ist es immer schade, wenn ein Spieler, der bei uns groß geworden ist, wechselt. Aber letztlich ist die Perspektive beim OTB natürlich besser. Und schon letztes Jahr war es vor allem die langjährige Verbundenheit, die Mathis noch bei uns gehalten hat.“
Vernünftiger Abschied
Der 16-jährige Kohne hofft nun, dass seine letzte Saison beim MTV trotz Pandemie noch irgendwie zu Ende gespielt wird. „Auch um einen vernünftigen Abschied in Jever zu haben. In der letzten Saison hier nur vier Spiele und dann ein abrupter Abbruch, das wäre irgendwie unbefriedigend“, findet der scheidende MTV-Akteur.
