Varel - Am Wochenende hatte die Organisatorin Birgit Rehse zum 29. Mal geschickte Töpfer und versierte Keramiker aus ganz Deutschland auf dem Vareler Schlossplatz versammelt. „Es handelt sich ausschließlich um erfahrene Profis, keine gewöhnlichen Händler oder Hobby-Enthusiasten“, betonte sie. Neben der traditionellen Gebrauchskeramik vergangener Jahrhunderte konnte man auch Kunstwerke, Schmuckstücke sowie bezaubernde Gartenkeramik bewundern. Diese beeindruckende Vielfalt präsentierte sich auf Töpfermarkt in der Vareler Innenstadt.
Weniger Aussteller
Trotzdem war die Anzahl der Aussteller in diesem Jahr geringer, wodurch der Töpfermarkt mehr den Charakter eines Kunsthandwerkermarktes annahm. In der Tat fanden sich auch Strickwaren, kunstvolle Holzarbeiten und Schmuckstücke unter den Angeboten. Diese neue Ausrichtung wurde von den Besuchern äußerst positiv aufgenommen, wie Heinz Kling aus Recklinghausen bemerkte, der kunstvolle Holzkreationen präsentierte. Auch Keramikblumen-Petra aus Loxstedt äußerte sich zustimmend: „Dies ist eine hervorragende Lösung, um dem Markttreiben neues Leben einzuhauchen, bevor es ausstirbt.“
Kunst hebt sich ab
„Unsere Spezialität ist die Gebrauchskeramik“, erklärte Magdalene Reers aus Lüdinghausen, die ihre farbenfrohen Schalen, Becher und Tassen mit einer breiten Palette an Dekorelementen anbot. „Auf diese Weise heben wir uns von anderen ab“, fügte sie hinzu.
Viele Figuren und Kunstobjekte gab es am Wochenende auf dem Vareler Töpfermarkt zu bewundern.
Gösta Berwing
Viele Figuren und Kunstobjekte gab es am Wochenende auf dem Vareler Töpfermarkt zu bewundern.
Gösta Berwing
Viele Figuren und Kunstobjekte gab es am Wochenende auf dem Vareler Töpfermarkt zu bewundern.
Gösta Berwing
Viele Figuren und Kunstobjekte gab es am Wochenende auf dem Vareler Töpfermarkt zu bewundern.
Gösta Berwing
Viele Figuren und Kunstobjekte gab es am Wochenende auf dem Vareler Töpfermarkt zu bewundern.
Gösta BerwingBereits zum wiederholten Mal nahm sie am Wochenende am Töpfermarkt teil und verbindet diese Gelegenheit stets mit einem kleinen Küstenurlaub. Die Tatsache, dass weniger Keramik-Anbieter anwesend waren, überraschte sie nicht. Auch sie sieht sich mit steigenden Preisen konfrontiert. Der Preis für den von ihr verwendeten Westerwälder Ton wurde verdoppelt. Und da sie jedes Jahr etwa eine Tonne davon verarbeitet, wirkt sich dies stark auf ihre Kosten aus. Um den gestiegenen Energieaufwand für den Brennofen zu kompensieren, ließ sie eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach installieren. „Das Töpferhandwerk ist mein Lebenselixier, dem werde ich nicht entsagen“, betonte sie leidenschaftlich.
Viele Highlights
Neben den alltäglichen Schalen und Tassen gab es auch einige herausragende Stücke zu entdecken. Die gewaltigen Keramikmuscheln von Björn Poppinga aus Rendsburg fielen besonders ins Auge. Dank ihrer einzigartigen Perlmuttglasur glichen sie in verblüffender Weise den kleinen Originalen. Ein weiteres Highlight waren die beeindruckenden Keramikköpfe von Marek Jagusch aus Halle an der Saale. Nach seiner Ausbildung an der angesehenen Kunsthochschule Burg Giebichenstein suchte er nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und fand seine Berufung in der plastischen Darstellung biblischer Szenen. Er präsentierte erstmals seine kunstvoll gestalteten Keramikköpfe, die durch aufgetragene Kupfer- und Bronzestäube eine metallische Anmutung erhielten. Diese außergewöhnlichen Werke wurden erstmals in Varel vorgestellt.
