Dangast - Der Campingplatz in Dangast hat die Kasse klingeln lassen: Mit einem Umsatz von 941.182 Euro trägt die Anlage einen großen Teil zu den Einnahmen des Eigenbetriebs Tourismus und Bäder bei. Vor allem mit den Kurz-Campern konnte Geld verdient werden. Das teilte Kurdirektor Johann Taddigs im zuständigen Betriebsausschusses für den Eigenbetrieb Tourismus und Bäder der Stadt Varel mit.
Saison eher durchwachsen
Dabei war die Saison alles in allem eher durchwachsen. Das Wetter, aber auch die Krisen, etwa die gestiegene Inflation und die hohen Spritpreise, sorgten dafür, dass weniger Tagestouristen kamen. Der Übernachtungstourismus hingegen war recht stabil, wobei die Rückmeldungen der Vermietungsbetriebe zwischen Übernachtungsplus und Rückgang schwankten, so Taddigs. Erfreulich die Bilanz der Online-Buchungen: Hier gab es ein deutliches Plus. Genaue Zahlen zu den Übernachtungen liegen allerdings noch nicht vor.
So kamen die Bäder an
Was die Bäder betrifft: Hier stagnierten die Besucherströme. Taddigs: „Das Freizeitverhalten unserer Gesellschaft hat sich in den letzten
Jahren massiv verändert. Es zählt das Event, schneller, höher, weiter, spannender, einzigartiger – für Schwimmbadbesuche fehlt dann die Zeit oder die Motivation. Außerdem spüren wir auch hier ein vorsichtigeres Ausgabeverhalten.“
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Dennoch gab es auch hier ein Umsatzplus: 432.834 Euro zeigt die Bilanz für 2023, 429.520 Euro waren es in 2022. Und apropos vorsichtigeres Ausgabeverhalten: Hierzu betonte Taddigs, dass in der Tat spürbar gewesen sei, dass die Menschen zwar nicht am Urlaub, aber sehr wohl im Urlaub sparen würden, etwa mit Blick auf Restaurantbesuche.
Doch noch einmal zurück zu den Bädern – denn das Hallenbad bereitet dem Kurdirektor noch immer Kopfschmerzen. Man warte im Grunde bei den anfallenden Reparaturen auf den Supergau. Bis dahin, so wurde deutlich, wird einfach ausgebessert, wo ausgebessert werden muss und kann, bis die Entscheidung Neubau oder Sanierung im Rat gefallen ist.
Weitere Einnahmen
Bleiben noch Gästebeitrag und Parkraumbewirtschaftung als Erlöse: Ersterer hat sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres eingependelt (808.440 Euro in 2023, 831.121 Euro in 2022). Und auch die Umsätze, die durch die Autofahrer und damit Parkenden generiert werden konnten, stimmen den Kurdirektor zufrieden. Trotz der Zurückhaltung der Tagesgäste seien die Erlöse aus der Parkraumbewirtschaftung gestiegen. Dies untermauere aus seiner Sicht die Richtigkeit der Entscheidung, die Bewirtschaftung auf das aktuelle System umzustellen, so Taddigs in seinem Bericht.
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Enorme Mehrkosten
Ist also unterm Strich alles gut? Nicht ganz. Denn auf der Kostenseite stehen, so Taddigs, auch enorme Mehrkosten bei den Energie- und
Materialkosten und das zunehmende Alter der Bäder wirke sich sehr belastend bei den Instandhaltungskosten aus. Problematisch sei auch die Personalsituation. In der vergangenen Saison musste zum Teil auf Personal von Leiharbeitsfirmen zurückgreifen, weil Fachkräfte fehlten. Das kostet. Für 2024 wurden solche Extra-Ausgaben deshalb ins Budget eingeplant.
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