Zum 13. Mal trafen sich die Guttempler des Kreises Wilhelmshaven-Ostfriesland zum Boßeln und Boßelball. Im Neuenburger Hof kamen die Mitglieder zum Ball zusammen. Die Kreisbeauftragte Antje Stührenberg konnte zahlreiche Gäste aus den niedersächsischen Gemeinschaften, aber auch Gäste aus Friesland, die erstmals einen alkoholfreien Ball besuchten, begrüßen. Der Abend startete mit einem Schnitzel-Buffet. Danach waren die Tänzer gefordert. Es war für den DJ kein Problem, die Tanzfläche zu füllen. „Die neuen Gäste wunderten sich, dass eine so tolle Stimmung auch ohne Alkohol möglich ist“, berichtet Georg Gerdes. Für Auflockerung und Lachsalven sorgte „der Penner mit dem Fahrrad“, Johannes Janssen aus Wiesmoor.

Am darauffolgenden Tag startete der Boßelwettkampf mit anschließendem Kohlessen. Die 36 Boßeler wurden in sechs Gruppen aufgeteilt. Die Boßelstrecke führte die Teilnehmer zum Torfschuppen in Neuenburgerfeld. Dort wurde dann durch die „Marketenderinnen“, Hella Rosenboom und Schwester Silwa Töben, heißer Tee und Kaffee serviert. Dann ging es auf die Rücktour in Richtung Vorburger Hof, wo schließlich der Grünkohl wartete.

Die Organisatoren konnten die Wanderplakette an die Gemeinschaft Graf Bentinck aus Varel übergeben, sie hatten durch außerordentlichen Einsatz diesmal die Nase vorn.

Kohlkönigin und König wurden Ulrike Klahn (Gemeinschaft Lüneburg) und Wolfram Wirth (Gemeinschaft Graf Bentinck, Varel). „Alle Teilnehmer waren vom friesischen Wochenende in Neuenburg begeistert und freuen sich schon auf das nächste Jahr“, sagt Gerdes.

Beim Landfrauenverein Friesische Wehde ging es um „Hummeldenken – Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund“. Dazu kam als Referentin die Motivationstrainerin Ingeborg Pflicht aus Oldenburg und sprach vor den Frauen im voll besetzten Saal der Altdeutschen Diele in Steinhausen.

Der innere Schweinehund und die „Aufschieberitis“ – nach dem Motto „morgen ist auch noch ein Tag“ – seien einem im Weg. Als Beispiel für Ausdauer und Durchhaltevermögen nannte die Referentin die Hummel. Sie kann bei einer Flügelfläche von 0,7 Quadratzentimeter und einem Gewicht von 1,2 Gramm nach den aerodynamischen Gesetzen gar nicht fliegen. Da sie aber die honigreichen Blüten erreichen möchte und sich der wissenschaftlichen Tatsache nicht bewusst ist, fliege sie eben doch. Um zu fliegen pumpt sie sich mit Luft auf und macht 250 Flügelschläge in der Sekunde, bei Windstille muss sie durch kreisen am Boden sogar selber Wind erzeugen. Das berichtet Imke Haschen vom Landfrauenverein.

Man dürfe sich nicht zuviel auf einmal vornehmen, so Pflicht. Schon bei leichten Veränderungen müsse der Mensch vier Wochen durchhalten, damit das Gehirn die Information annehme.

Um „Danke“ zu sagen hatte Christoph Groß, Inhaber des Möbelhauses Charisma, Mitglieder des Heimatvereins unter dem Vorsitz von Ralf Splitthoff eingeladen. Beim 125. Firmenjubiläum von Möbel Charisma hatte sich der Heimatverein im Juli 2014 sehr stark engagiert. Auf dem Marktplatz beim Senfpott in Neuenburg hatte die Open-Air-Feier stattgefunden. Zum Treffen hatte Christoph Groß in den Gewölbekeller des Neuenburger Möbelhauses mit seiner einzigartigen Atmosphäre eingeladen. Bei Wein, Käse und Brot tauschten die Anwesenden auch Ideen aus, was für Veranstaltungen in Zukunft in dem besonderen Gewölbekeller stattfinden könnten. „Es war ein sehr schöner Abend“, berichtet Groß.