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Eishockey-Regionalliga ECW Sande verliert turbulentes Spitzenspiel knapp

Voll zur Sache ging es im Topspiel der Eishockey-Regionalliga Nord zwischen den Salzgitter Icefighters (schwarze Trikots) und dem ECW Sande (in weiß).

Voll zur Sache ging es im Topspiel der Eishockey-Regionalliga Nord zwischen den Salzgitter Icefighters (schwarze Trikots) und dem ECW Sande (in weiß).

Daniel Sievers

Salzgitter/Sande - Zu einem echten Eishockey-Spektakel wurde am Sonntagabend das Spitzenspiel der Regionalliga Nord zwischen den Salzgitter Icefighters und dem ECW Sande. Am Ende mussten sich die Jadehaie trotz einer kämpferisch tadellosen Leistung knapp mit 5:7 (1:2, 2:2 2:3) beim Spitzenreiter geschlagen geben und bleiben auf dem dritten Tabellenplatz.

„Die Zuschauer haben nicht nur viele Tore geboten bekommen“, erklärte ECW-Coach Nick Hurbanek, der gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Slava Koubenski an der Bande in den 60 umkämpften Spielminuten allerdings auch eine emotionale Achterbahnfahrt durchleben musste: „Es war zum Verzweifeln, was wir an diesem Abend an Chancen haben liegen lassen.“

Zur Verzweiflung gebracht

Nicht umsonst war Salzgitters Goalie Dennis Korff aufseiten der Hausherren nach der Schlusssirene der gefeierte Mann des Abends, weil er die Sander Angreifer reihenweise zur Verzweiflung gebracht hatte. „Klar ist er ein starker Torhüter und hat auch am Sonntag gut gehalten“, sagte Hurbanek: „Allerdings hätten unsere Jungs im Abschluss vor dem gegnerischen Kasten noch energischer zu Werke gehen, noch geiler auf einen Torerfolg sein müssen.“

Zwei Zugänge

Der ECW Sande hat auf die anhaltende Personalnot im Regionalliga-Kader reagiert. Im Spitzenspiel in Salzgitter stand am Sonntag erstmals Toms Bärens im Kader der Jadehaie. Der 20-jährige Lette absolvierte mehrere Spielzeiten in seiner Heimat, war kurzzeitig in der United States Premier Hockey League (USPHL) aktiv und wechselte dann nach Estland (zuletzt HK Kurbads). „Er hat am Samstag gegen die Weserstars noch einmal die Chance, sich zu beweisen“, erklärt ECW-Trainer Nick Hurbanek: „Danach werden wir gucken, ob es passt.“

Als nächster potenzieller Neuzugang wird im Laufe dieser Woche Aliaksei Kuveka in Sande erwartet. Der in Minsk geborene Allrounder war von 2007 bis 2018 für drei verschiedene Vereine in Belarus aktiv, ehe er nach Litauen wechselte, wo er zuletzt für die Hockey Punks aus Vilnius auflief. Abzuwarten bleibt, ob der 32-Jährige bereits am Samstag im letzten Sander Heimspiel des Jahres gegen die Weserstars Bremen auflaufen kann.

Als bezeichnend für den Abend in Sachen Trefferquote nannte der Sander Coach eine Szene aus dem Schlussdrittel, als Tim Maier vor dem leeren Icefighters-Kasten abgezogen hatte: „Da war nur noch ein einziger Schläger im Weg und wir hatten alle die Arme schon oben, um das Tor zu bejubeln, aber der Schuss knallte genau gegen den Schläger.“

Probleme bei Rebounds

Dennoch: Fünf Treffer konnten die Jadehaie gegen die zweitbeste Defensive der Nord-Staffel erzielen. „Und damit musst du auswärts eigentlich gewinnen“, sagte Hurbanek. Doch dazu sei man in der Verteidigung am Sonntagabend „leider zu nachlässig gewesen“. Mehrmals habe ECW-Goalie Maksims Cmutovs den ersten Puck noch halten können, doch nutzten die Icefighters den Abpraller dann zum Torerfolg. „Diese Rebounds hätten unsere Verteidiger haben müssen. Da waren wir in einigen Situationen leider nicht wach genug.“

So konnten die Sander den frühen Rückstand (6. Minute) zwar noch relativ schnell durch Artjoms Tretjakovs zum 1:1 ausgleichen (15.). Danach jedoch gerieten die Gäste mehrmals mit zwei Treffern in Rückstand, ehe sie durch Vladislavs Barkovskis (26., 50.), Vladislavs Balakuns (40.) und letztmalig durch Tretjakovs (57.) wieder auf einen Treffer verkürzen konnten.

Statistik
Eishockey-Regionalliga Nord

Salzgitter Icefighters - ECW Sande 7:5 (2:1, 2:2, 3:2)

Tore 1:0 Cermak (6. Minute/Vorlage Müller, Bahr), 1:1 Tretjakovs (15./Balakuns, Barkovskis), 2:1 Strakos (16./Vit, Cermak), 3:1 Cermak (23./Siglreithmaier), 3:2 Barkovskis (26./Tretjakovs), 4:2 Koch (33./Herklotz, Müller), 4:3 Balakuns (40./Barkovskis, Tretjakovs), 5:3 Strakos (43./Müller, Cermak), 5:4 Barkovskis (50./Piskunovs, Tretjakovs), 6:4 Koch (51.), 6:5 Tretjakovs (57./Zubulis), 7:5 Cermak (60./Müller).

Strafminuten 8 Salzgitter – 4 Sande.

Zuschauer 183.

Nächste Spiele ECW Sande - Weserstars Bremen (Samstag, 17. Dezember, 19.30 Uhr, Eishalle Weserstraße), Adendorfer EC - ECW Sande (Freitag, 23. Dezember, 20 Uhr).

Bis zum Abpfiff ließen die Gäste nichts unversucht, um doch noch den Ausgleich zu erzielen und sich in die Verlängerung zu retten. Doch es sollte nicht mehr reichen. Das 7:5 des dreifachen Salzgitter-Torschützen Tomas Cermak in der Schlussminute war die endgültige Entscheidung.


„Unsere Jungs haben wie immer alles gegeben und nie aufgegeben“, lobte Hurbanek den Einsatzwillen seiner jungen, ersatzgeschwächten Mannschaft. Auch das gelungene Powerplay-Spiel hob der Coach hervor, schließlich wurden drei von vier Überzahlsituationen zu einem Torerfolg genutzt: „Das ist eine sehr gute Quote. Leider haben wir unterm Strich aber hinten zu viele Gegentore zugelassen.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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