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TuS Dangastermoor unterstützt geflüchtete Ukrainer Sport und Austausch in lockerer Atmosphäre

Gösta Berwing
Für die Kinder hatte der TuS Dangastermoor Sackhüpfen organisiert.

Für die Kinder hatte der TuS Dangastermoor Sackhüpfen organisiert.

Gösta Berwing

Dangastermoor - „Ich bin den Deutschen dankbar, spüre Hilfe und Unterstützung an vielen Stellen“, sagt Nataliia Herus. Sie gehört zu den 40 Ukrainerinnen, die der TuS Dangastermoor eingeladen hatte, um ihnen zu zeigen, dass der Verein hinter ihnen steht. Für die Kinder und Jugendlichen gab es ein sportliches Programm und die Mütter tauschten sich untereinander und mit Vereinsmitgliedern aus.

Lockere Atmosphäre

Der TuS-Vorsitzende Rüdiger Bürgel hatte gemeinsam mit der Agenda Varel, der Bäckerei Fröllje und Edeka Driebolt zu einem sportlich-fröhlichen Zusammensein ins Vereinsheim eingeladen. Während sich die Kinder mit Sackhüpfen und Ballspielen auf dem Sportplatz vergnügten, nutzten die Frauen die lockere Atmosphäre an der Kaffeetafel zu Gesprächen. Für die Verständigung mit deutschen Gästen und Helfern sorgte Linda Seifert als Dolmetscherin.

Peggy Brüning, in deren Einliegerwohnung mittlerweile vier junge Frauen aus der Ukraine leben, schilderte ihre Erlebnisse: „Ich wollte helfen und nahm Kontakt mit ‚Friesen helfen‘ auf“. Sie bekam Fotos von Ukrainerinnen zugeschickt, damit sie die Frauen vom Bahnhof abholen konnte. Dank des Smartphones ist ein Dolmetscher, in Form einer Übersetzungs-App, immer dabei. Anfangs habe es manchmal peinliche Missverständnisse wegen der App gegeben.

Ehrenamtliche gesucht

Mittlerweile bekommen die Frauen staatliche Unterstützung, besitzen schon den Ausweis mit der Arbeitserlaubnis und besuchen Deutschkurse, berichtet Peggy Brüning. Ein Mädchen spielt beim TuS Zetel Basketball.

Besonders wichtig ist für die Ukrainerinnen die Kirche, hat Peggy Brüning festgestellt, und natürlich der Kontakt nach Hause. Dafür können sie für drei Monate eine kostenlose Telefonkarte der Telekom nutzen. Um all dies zu erreichen und für die vielen erforderlichen Wege zum Jobcenter, zur Ausländerbehörde oder auch für Arztbesuche wurde mit der Kirche Bockhorn ein Fahrdienst organisiert. „Weitere ehrenamtliche Helfer sind dafür gern gesehen“, sagt Peggy Brüning. Der Kontakt ist per E-Mail (seghorn@gmx.net) der Telefon 0157/89155746 möglich.


Freundschaften

Im Integrationscafé in Varel hatten sich zwei Frauen kennengelernt und angefreundet. Oxana Pik lebt schon 22 Jahre in Deutschland und arbeitet als Erzieherin im Kindergarten Peterstraße. Als die ersten Flüchtlinge ankamen, besuchte sie diese Anlaufstelle für Menschen aus aller Welt, um ihre Hilfe als Dolmetscherin anzubieten. Und dort traf sie Nataliia Herus, die zufällig ebenfalls Erzieherin ist. Heute treffen sie sich mehrmals in der Woche, und Nataliia Herus war auch schon im Kindergarten: „Um zu sehen, wie hier gearbeitet wird.“ Für das kommende Kindergartenjahr liegen schon Anmeldungen ukrainischer Kinder vor, vielleicht kann sie dann dort helfen.

Rüdiger Bürgel freut sich über den Erfolg der Veranstaltung. Er hofft, einige der ukrainischen Kinder am Samstag, 2. Juli, ab 14.30 Uhr beim Kindersportfest auf dem Vereinsgelände des TuS am Herrenkampsweg begrüßen zu können.

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