Sande - Was Peter de Boer an der Arbeit im Vorstand des größten Sander Sportvereins begeistert? „Es ist Arbeit für den ganzen Ort, Engagement für alle Bürger. Das haben wir alle nötig, sonst würde in Sande so vieles den Bach runtergehen. Und wir sind hier ein super Team, jeder unterstützt jeden“, sagt er und erklärt, dass es ganz einfach viel Spaß mache, Teil eines so gut funktionierenden Vereins zu sein und diesen auch nach außen hin zu vertreten. Aber warum will er dann die Position als Vorsitzender des TuS Sande aufgeben? „Ich habe ganz einfach das Alter – wir brauchen frische Ideen. Und wir brauchen eine geordnete Übergabe“, erklärt er.

Als Peter de Boer 2015 zum Vorsitzenden gewählt wurde, hatte er gleich in Aussicht gestellt, dass er spätestens mit 70 die Position räumen werde. „Ich halte nichts davon, wenn ältere Leute an ihren Ämtern kleben. Es tut immer gut, frischen Wind zuzulassen“, sagt er. In den vergangenen Jahren hat de Boer mit dem gesamten Vorstand dafür gesorgt, dass die Arbeit komplett neu strukturiert wurde. Mittlerweile gibt es einen breit aufgestellten Vorstand, sodass die Arbeit auf viele Schultern verteilt ist. „Wir wollen niemanden überfordern und die Zusammenarbeit klappt hervorragend.“

In der bevorstehenden Jahreshauptversammlung des Vereins im März oder April soll ein neuer Vorsitzender an den Start gehen. Der soll Gelegenheit haben, sich gut einzuarbeiten, denn Thomas Ney, derzeit Schatzmeister und bereits mehr als 30 Jahre im Vorstand tätig, hat angekündigt, dass er noch ein Jahr bleiben wird. 2025 will auch er sich zurückziehen. „Unser Wahlrhythmus ist vorausschauend und so strukturiert, dass diese beiden Positionen, Vorsitzender und Schatzmeister nie zusammen wechseln“, erklärt der 65-Jährige. Der Verein, der auf eine 160 Jahre alte Geschichte zurückblickt, schielt schon auf die Tausendermarke bei den Mitgliedern. Auch finanziell gehe es dem Verein gut.

Wo es hingehen soll? „Gute Angebote machen, mehr Trendsportarten aufnehmen, Gesundheitssport ausdehnen, eventuell auch ein Fitness-Studio einrichten. Der Wandel geht weiter und wir brauchen junge Leute im Vorstand, um uns zukunftssicher zu entwickeln“, sagt Peter de Boer.

Beachtlich sei, dass Corona dem Verein nicht geschadet habe. „Unsere letzte Beitragserhöhung ist 15 Jahre her – und die nächste ist noch nicht in Sicht. Das zeigt: Der TuS Sande funktioniert gut“, sagt Thomas Ney. Wichtigste Unterstützung des Vorstands sei Insa Oltmanns. Die hauptamtliche Geschäftsführerin habe zu jeder Zeit alles im Blick. „Insa ist für uns Ehrenamtliche eine sehr große Hilfe, sie nimmt uns viel ab“, sagt Ney.


„Wer Interesse hat, kann gerne mal reingucken. Man darf sich nichts vormachen: Das alles hier kostet Zeit – aber die lohnt sich. Man kommt mit so vielen Menschen in Kontakt, lernt so viel Neues kennen – das ist ganz einfach eine persönliche Bereicherung.“