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Prävention Übungsauto aufs Dach gedreht

Jever - Der Gurt sitzt, die Tür ist zu – ganz langsam beginnt das Auto sich um sich selbst zu drehen. Da kann man schon mal etwas nervös werden. Eine wichtige Erfahrung ist der neue Überschlagssimulator der Verkehrswacht Jeverland aber allemal, denn besser kann sich niemand auf den Ernstfall vorbereiten. Das hat auch  -Volontärin Antje Brüggerhoff vor Ort festgestellt, nachdem sie den Simulator selbst ausprobiert hat. Der Überschlagssimulator dreht das Auto um die eigene Achse und simuliert so einen Unfall, bei dem sich das Auto überschlägt und auf dem Dach liegen bleibt.

Der Simulator, den die Verkehrswacht Jeverland jetzt mit Unterstützung des Landkreises Friesland und des Autohändlers und Werkstattinhabers Siegmund Netcel aus Jever anschaffen konnte, ist am Mittwoch vorgestellt worden. „Schon lange haben wir von einem eigenen Simulator geträumt“, sagte Verkehrswacht-Vorsitzender Werner Lührs. Bisher hatte die Verkehrswacht zu Übungszwecken den Simulator der Verkehrswacht Diepholz ausgeliehen.

Fahrzeug umgebaut

Mithilfe des Simulators sollen vor allem Fahranfänger lernen, wie sie sich aus dem Auto befreien können, wenn es auf dem Dach gelandet ist. „Das passiert aber nur unter Anleitung und mit Hilfestellungen“, betont Lührs.

Siegmund Netcel hatte schon 2010 Kontakt zum Autohersteller Ford in Köln aufgebaut, die jetzt ein Auto zur Verfügung gestellt haben. „Lediglich zwei Unterschriften waren bei der Übergabe nötig, um zuzusichern, dass das Auto nicht mehr im Straßenverkehr genutzt wird“, erzählt Lührs. „Wir waren richtig sprachlos, dass das alles so reibungslos geklappt hat.“

Netcel war es auch, der sich darum kümmerte, dass alle inneren Bauteile des Autos demontiert wurden: „Vom Motor, über die Elektrik bis zu den Airbags haben Schüler der Berufsbildenden Schulen Jever alles ausgebaut.“


Und auch der Landkreis beteiligte sich und unterstützte die Verkehrswacht beim Bau des Überschlagssimulators. Schließlich muss das Auto sicher an einem Unterwagen angebracht und vorne so befestigt werden, damit es sich um sich selbst drehen kann. Das Auto kann sowohl elektrisch als auch per Handkurbel gedreht werden. Die Firma Schütte in Tungeln hat den Bau schließlich übernommen, die Kosten beliefen sich auf rund 25 000 Euro.

Training auf Fliegerhorst

„Wir sind froh, dass alles so funktioniert hat“, sagte Lührs. Er bedankte sich bei Siegmund Netcel und dem Landkreis Friesland für die Unterstützung. Lührs wies zudem auf die Aktion „Junge Fahrer“ hin, die in diesem Jahr stattfindet. Verkehrswacht, Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die Bundeswehr, der Fahrlehrerverband Wilhelmshaven-Friesland und der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes bieten dieses Training für junge Fahrer auf dem Fliegerhorst Upjever an. Dort kommt auch der Überschlagssimulator zum Einsatz. Der nächste Termin für das Training ist am 28. Mai, Anmeldungen sind auf der Internetseite des Landkreises Friesland möglich.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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