Upjever - Kommandowechsel auf dem Fliegerhorst Upjever beim Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“: Major Sebastian Mielke von der 1. Staffel des Objektschutzregiments hat bei einem Übergabeappell das Kommando an Hauptmann Florian Gautier übergeben.
Der Kommandeur des I. Bataillons, Oberstleutnant Oliver Tamminga, betonte in seiner Ansprache, dass Mielke „die Verwendung als Staffelchef wie kein anderer nachhaltig geprägt hat. Mit herausragendem Engagement, und vor allem Herz und Verstand, hat er sich vor seine Soldaten gestellt und für die Einheit gekämpft.“ Er betonte, dass Mielke ihm immer eine wertvolle Stütze, ein guter Kamerad und ehrlicher Berater war.
Die ersten Kräfte im Objektschutz der Luftwaffe wurden vor 23 Jahren am Standort Upjever zusammengezogen, nachdem sich bei den ersten Bundeswehr-Einsätzen im Ausland gezeigt hatte, dass es zwar 400 000 Soldaten gibt, aber keine geschlossen Züge und Staffeln für Einsätze.
Am 11. März 1997 wurde das Objektschutzbataillon in Dienst gestellt, zwei Jahre später verlegten die ersten Kräfte in den Einsatz im Kosovo. Gründungsvater des Verbands und des späteren Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ war Oberst Karlheinz Kubiak.
Auf den Kosovo-Einsatz ab 1999 folgte ab 2002 der Einsatz in Afghanistan – erst Kabul, dann Mazar-E-Sharif; aktuell sind die Objektschützer im Einsatz in Mali. Rund 40 Soldaten des Objektschutzregiments sind laufend vor Ort. Ab April 2021 werden etwa 100 weitere Soldaten nach Mali verlegt – neben Infanteristen Kampfmittelbeseitiger und Feldnachrichtenkräfte.
Nach über drei Jahren als Staffelchef am Standort Upjever wird der studierte Betriebswissenschaftler in Hamburg in die Generalstabsausbildung gehen. Mit dem Appell, so Tamminga, verabschieden sich die Soldaten von einem „Typen, bei dem es keine halben Sachen gibt“.
Der neue Staffelchef, Hauptmann Florian Gautier, 32 Jahre alt, ist „ein Kind der Objektschützer“ wie Oberstleutnant Tamminga sagte. Denn er war bereits von 2012 bis 2015 in der 2. Staffel eingesetzt und hat dabei sein militärisches Handwerkszeug als Zugführer gelernt. Während dieser Zeit hat er auch an einem Auslandseinsatz in Mali teilgenommen.
Tamminga wünschte ihm für seine neuen Aufgaben viel Erfolg und das dazu notwendige Soldatenglück. „Sie sind der richtige Mann zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle! Gehen Sie ihren eigenen Weg. Vertrauen Sie auf ihr Können.“
Sichtlich bewegt dankte Mielke in seiner Abschiedsrede den Staffelangehörigen für die harte Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Er könne eine Staffel übergeben, die einsatzbereit ist und sich allen Herausforderungen stellt. „Ich bin stolz auf euch und wünsche euch viel Erfolg bei den anstehenden Einsätzen und Herausforderungen“ betonte er. Seinem Nachfolger wünschte er sehr viel Erfolg und Spaß mit der Staffel.
