Varel - Die Turmuhr der Schlosskirche in Varel zeigt an diesem Freitag, 25. September, nur die Uhrzeit „fünf vor zwölf“ an. An diesem Tag ruft „Fridays for Future“ wieder zu einem weltweiten Klimastreik unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auf. Die christlichen Kirchen – organisiert als „Churches for Future“ oder als ökumenisches Netzwerk für Klimagerechtigkeit wollen den Klimastreik unterstützen – weshalb die Kirche in Varel an diesem Tag die Uhr auf „fünf vor zwölf“ dreht.
„Waldbrände in Kalifornien, abschmelzendes Grönlandeis, Dürre in Brandenburg – der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran. Er legt auch keine Coronapause ein. Für unseren Planeten ist es ,fünf vor zwölf‘, nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch wegen des Raubbaus an der Natur und dem damit einhergehenden Verlust an Artenvielfalt“, schreibt das Umwelt-Team der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Varel. Die Turmuhr „soll uns an unsere Verpflichtung erinnern, unseren Planeten für kommende Generationen in Frieden und auskömmlichem Wohlstand bewohnbar zu erhalten.“
Nicht nur die Politik sei in der Pflicht, sondern jeder einzelne, die Corona-Krise als Chance für eine Veränderung zu sehen und zu einem maßvolleren Leben zurückzufinden.
Der fortschreitende Klimawandel treffe auch diejenigen, die ihn am wenigsten mit verursacht haben: „Viele Regionen in Afrika und Asien werden unbewohnbar – wir sehen es an den wieder ansteigenden Flüchtlingszahlen“, so das Umwelt-Team. Wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel bekämpften daher auch heutige und zukünftige Fluchtursachen, sie sind ein wichtiger Baustein für ein friedliches Zusammenleben in der Welt.
Ein Jahr nach dem bislang größten globalen Protest am 20. September 2019 und unzähligen weiteren Demonstrationen auf der Straße und im Internet ruft „Fridays for Future“ deshalb wieder zu einem weltweiten Klimastreik auf. Der Einsatz der Schüler habe in der Klimapolitik bereits vieles in Bewegung gesetzt.
