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NWZonline.de Region Friesland

100 Tage Haus der Hospiz- und Palliativarbeit

23.10.2018

Varel Der erste Gast prägte sich ganz besonders in das Gedächtnis von Irene Müller ein: „Es war eine Dame, die sich so sehr gewünscht hatte, dass das Haus gebaut wird“, sagt die Geschäftsführerin des Hospiz-Trägers Mission Lebenshaus. „Sie war auch die erste, die bei uns eingezogen und hier verstorben ist.“
Seit der Eröffnung des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“, am 11. Juli, sind 100 Tage vergangen. In dieser Zeit lebten und verstarben hier 30 junge und alte Menschen. „Diese 100 Tage sind der Gradmesser und wegweisend“, so der Geschäftsführer des Hauses, Daniel de Vasconcelos. „Ein gutes Haus braucht Zeit, ebenso wie die Mitarbeiter, die erst hineinwachsen müssen. Nach dieser ersten Zeit kann ich feststellen, dass hier gute Arbeit geleistet wird.“

Dass der Bau des Hospizes auf dem ehemaligen Kasernengelände die richtige Entscheidung war, da ist sich Irene Müller sicher: „Wir haben mehr Anfragen als Gäste, die wir aufnehmen können. Diese Nachfrage ist für uns eine Bestätigung.“ Auch die Lage ist nach Meinung des Vareler Bürgermeisters, Gerd-Christian Wagner, gut gewählt: „Der Hintergrund mit der Landschaft und den Bäumen strahlt etwas friedvolles aus.“

Die Gäste kommen nicht nur aus Varel, sondern auch aus der Wesermarsch, Oldenburg und Bremen. Dadurch stärke das Hospiz auch den Zusammenhalt in der Region und darüber hinaus, findet Gerd-Christian Wagner.

In das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ kommen Menschen, die bald sterben. „Es ist aber auch ein Ort, wo nicht nur unsere Gäste gut versorgt werden, sondern sie auch mit ihren Angehörigen gemeinsam Abschied nehmen können“, erklärt Irene Müller.

Mit dem Hospiz soll zudem das Thema Sterben in die Bevölkerung gebracht werden. „Es soll die Hemmschwelle abgebaut werden und viel besser, als mit diesem Haus geht es nicht“, findet die Vorsitzende der Hospizbewegung, Anke Kück. „Hier wird getrauert, aber auch fröhliche Zeit mit Lachen verbracht, ohne den Respekt vor der Thematik zu verlieren.“

Anke Kück betonte, dass der Einzug in das Hospiz nicht das Ende bedeutet: „Hier gibt es auch noch viele Möglichkeiten, Wünsche zu erfüllen.“ Von der heißen Suppe in der Nacht, bis zum Besuch am Strand oder im Theater, sei noch vieles möglich.

Wer sich das Hospiz angucken möchte, oder sich engagieren will, ist herzlich eingeladen. „Es gibt vieles, was man machen kann“, sagt Anke Kück, und wenn man einmal die Woche im Garten hilft.

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Soeke Heykes Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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