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Beachvolleyballerin aus Varel Lea Sophie Kunst löst DM-Fahrkarte mit Coup

Varel/Hamburg - Auch Tage nach ihrem großen Coup beim nationalen „King of the Court“-Turnier in Hamburg kann Beachvolleyballerin Lea Sophie Kunst ihr Glück kaum fassen. Die 19-jährige Varelerin, die am Olympiastützpunkt Berlin lebt und trainiert, hatte in der stark besetzten Frauen-Konkurrenz an der Seite von Nele Schmitt (Düsseldorf) völlig überraschend den dritten Platz belegt.

Schlüssel zum Erfolg

„Damit haben auch wir absolut nicht gerechnet“, verrät Kunst: „Schlüssel zum Erfolg war unser Annahmespiel. Das ist im Turnierverlauf immer stabiler geworden und hat uns letztlich den Erfolg gebracht.“

So ließen die beiden Youngster vor 2800 Zuschauern unter anderen die EM-Dritten und favorisierten Karla Borger und Julia Sude (Düsseldorf) hinter sich, die nur Fünfte wurden. Es siegten bei der Deutschland-Premiere des neuen Beachvolleyball-Formats im Stadion am Rothenbaum Chantal Laboureur und Sarah Schulz (Stuttgart/Düsseldorf). Rang zwei belegten Victoria Bieneck und Isabel Schneider vom Hamburger SV.

Das Duo Kunst/Schmitt war als Außenseiter in das nationale Turnier gegangen, spielte sich vom Setzlistenplatz 16 aber furios bis ins Finale vor. „Dabei hat uns das neue Format ein bisschen in die Karten gespielt, denn wir hatten auch das Glück, auf diverse Teams zu treffen, die uns lagen“, erläutert Kunst: „Letztlich hat bei uns praktisch alles geklappt, und das hat uns immer mehr gepusht.“

Auf letzten Drücker

Und es kam noch besser: Mit dem Gewinn der Bronzemedaille heimsten Kunst/Schmitt ausreichend Punkte ein, um sich auf den letzten Drücker noch für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Für beide ist es die DM-Premiere bei den Frauen in Timmendorfer Strand.


„Eigentlich hatten wir die Teilnahme schon abgeschrieben. Wir wollten in Hamburg einfach nur Spaß im Court haben und die Atmosphäre aufsaugen“, gesteht Kunst: „Umso schöner, dass wir jetzt sogar bei der DM dabei sind.“

Die nationalen Titelkämpfe werden vom 2. bis 5. September an der Ostsee ausgespielt. Bis zu 4500 Zuschauer werden in der Ahmann-Hager-Arena in Timmendorfer Strand erwartet. Erstmals sind auch Night-Sessions unter Flutlicht vorgesehen.

Zu den Teilnehmerinnen zählt auch Rio-Olympiasiegerin Laura Ludwig. Sie tritt mit der jungen Leonie Körtzinger (Kiel) an. Ludwigs etatmäßige Partnerin Margareta Korzuch, mit der sie bei den Olympischen Spielen in Japan im Viertelfinale knapp gescheitert war, nimmt eine Auszeit.

„Wir wollen auch bei der DM versuchen, möglichst viel Spaß auf dem Feld zu haben“, blickt Kunst auf den großen Saisonabschluss voraus.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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