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Heinz-Neukäter-Schule in Varel Sie bauen die neue Förderschule

Christopher Hanraets

Varel - Mehr als zehn Stunden haben die Preisrichter in der Oberschule Varel zusammengesessen, aber am Ende stand der Sieger des Wettbewerbs um den Neubau der Heinz-Neukäter-Schule in Varel fest: Gewonnen haben den Preiswettbewerb die Büros LHVH Architekten aus Köln zusammen mit Müller-Dams Landschaften aus Osnabrück. Insgesamt hatten sich europaweit 190 Büros für den Wettbewerb angemeldet, 19 Teilnehmer wurden schließlich gezogen, 16 Entwürfe wurden eingereicht. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden am Dienstag im Kreisdienstleistungszentrum in Varel bekanntgegeben.

Die Heinz-Neukäter-Förderschule ist noch in der ehemaligen Pestalozzischule an der Oldenburger Straße untergebracht. Die Schulgebäude müssen aber dringend saniert werden, außerdem ist es dort zu eng, Platz für Anbauten gibt es aber auch keinen. Deshalb soll das neue Schulgebäude für rund 16,5 Millionen Euro an der Rodenkirchener Straße (B 437) neben der Oberschule Varel auf dem Areal des Sportplatzes entstehen.

Schulleitung zufrieden

Gebaut werden soll nicht nur eine neue Schule, sondern auch eine neue Sporthalle. Zudem muss der Sportplatz neu gestaltet werden. Dazu kommt, dass es dort noch ein Bestandsgebäude gibt, das künftig als außerschulischer Lernort dienen soll.

Mit dem Entwurf von Architekt Frank Lohner und seinen Mitstreitern waren alle Preisrichter einverstanden. Zufrieden sind auch Dr. Sandra Heidenreich, Leiterin der Heinz-Neukäter-Schule, und ihr Vertreter Holger Behnken: „Der Entwurf ist funktional, macht die Schule gleichzeitig aber zu einem Ort des Wohlfühlens“, so Heidenreich. Es gebe getrennte Bereich für die einzelnen Schülergruppen, so dass sie sich nicht miteinander vermischen. Schließlich besuchen Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse die Förderschule für emotionale Entwicklung und Lernen.

Zwillingsbauten

Der Entwurf sieht einen dreigeschossigen Bau vor, der sehr kompakt und einfach gebaut wird und damit laut Frank Lohner auch im Kostenrahmen bleibt. Die zwei Zwillingsgebäude überschneiden sich und sind von innen sehr übersichtlich gestaltet, damit sich die Schüler schnell und einfach zurechtfinden.


Der außerschulische Lernort, der im Bestandsgebäude auf dem Areal einziehen soll, sollte nicht in den Neubau integriert werden, weil dadurch zu viel Unruhe im neuen Schulgebäude entstehen könnte. Zudem, so argumentiert Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch, wolle man im Sinne der Nachhaltigkeit nicht gleich alles abreißen. Derzeit ist der außerschulische Lernort noch in Bockhorn untergebracht.

Bis mit dem Bau begonnen wird, dauert es aber noch. Ünal Alpaslan vom Fachbereich Planung und Bau rechnet mit rund zwei Jahren weiterer Planung und ca. zwei Jahren Bauzeit.

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