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NWZonline.de Region Friesland

Katastrophenschützer in Friesland: Das gehört als Notration in jeden Haushalt

16.11.2022

Varel /Jever Länger andauernde Stromausfälle sind im Landkreis Friesland eher unwahrscheinlich. Denn die Stromkabel liegen zum Großeil unter der Erde und sind somit nicht so anfällig für Beschädigungen zum Beispiel durch Sturm. Andererseits hat die Energiekrise das Risiko von Engpässen erhöht. Vernünftige Vorsorge für Notfälle ist deshalb sinnvoll – und in diesem Winter besonders.

Der Landkreis Friesland als Katastrophenschutzbehörde empfiehlt privaten Haushalten, einen Vorrat für Güter des täglichen Bedarfs anzulegen. Neben Lebensmitteln gelten Trinkwasser, bei Bedarf Medikamente sowie Kerzen als Grundausstattung. Wie viel von allem und für welchen Zeitraum eingelagert werden sollte, lasse sich nicht pauschal beantworten, sagt Danny Rieck. Der Vize-Fachbereichsleiter Ordnung ist zuständig für Katastrophenschutz im Landkreis Friesland. Als Faustformel gilt, Zeiträume zwischen 48 und 96 Stunden, das heißt zwei bis vier Tage, im Blick zu haben. Die Menge hänge stark von der Zahl der Haushaltsmitglieder und deren persönlichem Bedarf ab, sagte Rieck im Gespräch mit unserer Redaktion.

Lebensmittel

Der Landkreis Friesland verweist auf eine ausführliche Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Unter der Überschrift „Für den Notfall vorgesorgt“ geben Fachleute nicht nur Empfehlungen zur Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Notgepäck. In der gut 50-seitigen Broschüre finden sich auch Hinweise mit Blick auf Unwetter, Hochwasser und Brandschutz.

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Auf einen Blick

Die Hinweise des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finden sich in der Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“.

Die Broschüre ist abrufbar im Internet und wird abgerundet von einer Checkliste aller wichtigen Aspekte der Bevorratung.

    ol.de/notfall-liste

Der Vorrat an Lebensmitteln sollte für ein bis zwei Wochen reichen, heißt es da. Die Güter sollten notfalls ohne Kühlung haltbar sein und zumindest teilweise kalt verzehrbar. Unbedingt einzulagern sei Flüssigkeit; das heißt Wasser, Säfte und andere lagerfähige Getränke. Die Experten der Bonner Behörde raten: an Spezialnahrung denken, zum Beispiel Diabetikerkost, und Tiernahrung nicht vergessen. Damit eingelagerte Lebensmittel nicht mit der Zeit verderben, sollten Nachkäufe nach hinten gestellt und Vorräte von vorne weg vor der Ende der Haltbarkeit verbraucht werden. Mit Blick auf die Gaskrise für Haushalte mit Gasherden wichtig: Gibt es eine Alternative zum Kochen? Das Bundesamt nennt Campinggaskocher als denkbare Alternative.

Trinkwasser

Trinkwasser ist nicht nur überlebenswichtig, sondern unverzichtbar für Hygiene. Neben der Bevorratung von Flaschen oder Behältern mit Wasser könnten größere Gefäße eine Hilfe sein, die im Ernstfall – sofern noch möglich – mit Wasser gefüllt werden können. Die Fachleute raten, auf Einweggeschirr umzusteigen, sollte die Wasserversorgung länger ausfallen – das spart Spülwasser. Um das Händewaschen zu reduzieren, könnten zeitweise Einmalhandschuhe getragen werden.

Erste-Hilfe-Kasten

Den Grundstock einer Hausapotheke deckt ein DIN-Verbandskasten ab – ergänzt um die Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden. Fieberthermometer, Splitterpinzette und Sonnenschutz gelten als weitere Ergänzung, die im Notfall bereiten liegen sollte. Besonders bei Arznei zu beachten: Wie lange sind Präparate haltbar?

Gehört ein Notstromaggregat in einen privaten Haushalt? Fachmann Rieck antwortet: „Es kommt darauf an.“ Denn das schönste Notstromaggregat nutzt nichts, wenn kein Treibstoff vorrätig ist. Zu prüfen sei zudem, wo das Gerät aufgestellt und betrieben werden könne. Sollten weder Platz noch Kosten im Weg stehen, sei ein Notstromaggregat im Privathaushalt „auf jeden Fall sinnvoll“. Mit dem darüber gewonnenen Strom lasse sich Heizen, Kochen und Beleuchten. Und das Smartphone hat dann auch „Saft“.

Noch eines ist Danny Rieck wichtig: Nicht nur an sich allein denken, sondern wenn möglich auch Nachbarn und alleinstehende Personen in den Blick nehmen. „Schön wäre, wenn alle etwas über ihren Tellerrand hinausschauen.“

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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