Varel - Wer sich Glühwein, Berliner und Bratwurst schmecken lassen wollte, musste an Wilhelmine Lehmann und Laurenz Klein vorbei. Die beiden Abiturienten des Lothar-Meyer-Gymnasiums saßen am Mittwoch in der Kontrollhütte auf dem Adventsmarkt auf dem Vareler Schlossplatz und ließen sich von allen Besuchern die Nachweise zeigen, dass sie geimpft oder genesen sind. Auch wer sich nicht zusätzlich mit einem Personalausweis ausweisen konnte, kam nicht auf den umzäunten Markt.
Sicherheitsgefühl
Auch wenn die beiden Jugendlichen einige Besucher wegschicken mussten, weil ihnen Nachweise oder Personalausweise fehlten, war die Resonanz positiv. „Die Leute sagen, sie fühlen sich sicher, wenn die Kontrollen so streng sind“, sagte Wilhelmine Lehmann. Sie und ihre Mitschüler werden in den nächsten Wochen die Kontrollen beim Adventsmarkt übernehmen, um Geld für die Abikasse zu verdienen. Der Vareler Adventsmarkt war mit der 2G-Regelung geplant, nach der neuesten Verordnung gilt jetzt auch noch die Maskenpflicht auf dem Gelände. Nur zum Essen und Trinken darf sie abgenommen werden. Davon machten die Besucher am Mittwoch reichlich Gebrauch und ließen sich Glühwein, Bratwurst, Feuerzangenbowle, Berliner und afrikanisches Essen schmecken.
Wilhelmine Lehmann und Laurenz Klein kontrollieren die Besucher des Vareler Adventsmarktes
Traute Börjes-Meinardus„Ich habe ein ganzes Jahr auf den Glühwein gewartet“, sagte Kevin Stolzenburg aus Varel und genehmigte sich am Stand von Sylvia Düsberg das Heißgetränk. Der Adventsmarkt gefällt ihm und seiner Familie: „Er ist klein und süß.“ Sylvia Düsberg ist der Stadt Varel dankbar, dass sie das Adventsdorf auf dem Schlossplatz auf die Beine gestellt hat. „Wir müssen ein Stück Normalität zurückbekommen“, sagte die Schaustellerin. An den hohen Auflagen stört sie sich nicht: „Ich mache alles mit, Hauptsache ich darf arbeiten.“
Neben Speis und Trank wird auf dem Adventsmarkt ein Unterhaltungsprogramm geboten mit Tanz und Musik. Zum Auftakt am Samstag, 27. November, tritt dort von 17 bis 21 Uhr die Band Julisturm auf, an anderen Tagen kommen der Chor des Lothar-Meyer-Gymnasiums und die Tanzschule Let’s dance auf die Bühne. An allen Adventssonntagen gibt es auf dem Markt kostenlos Stockbrot für Kinder und es darf gestaunt werden bei den Feuershows von Inflammatio Saltans und der musikalischen Begleitung von Shadows Corner.
Hüttenabend
Zudem wird ein Kinderkarussell aufgebaut und der Tannenwald inmitten des Hüttendorfes lädt zum Verweilen ein. Für heimeliges Flair sorgen auch wieder Holzschnitzel auf dem Boden. Bis Sonntag, 19. Dezember, ist das Dorf jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnet: Mittwoch und Freitag von 15 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 19 Uhr. Wie in den Vorjahren findet an jedem Donnerstag bis 20 Uhr der Hüttenabend statt. In diesem Jahr ist auch ein Discjockey dabei.
