Varel/Nordenham - Wie geht es weiter bei Premium Aerotec? Einer Spaltung der PAG steht der Betriebsrat weiter entgegen, allerdings könne man sich eine Zukunft der Standorte in der neuen Airbus-Aerostructure-Tochter (ASA) vorstellen. „Das muss aber für alle PAG-Standorte gelten und langfristige Perspektiven für sichere Arbeitsplätze, Investitionen und zukünftige Arbeitspakete für alle beinhalten“, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Thomas Busch.
Neue Unternehmen
Der Airbus-Konzern plant, das Tochterunternehmen Premium Aerotec zu spalten. Aus PAG sollen demnach zwei neue Unternehmen hervorgehen: Eines, das sich mit der Flugzeugstrukturmontage befasst, und eines, das sich auf die Fertigung von Klein- und Einzelteilen konzentriert. Das PAG-Werk in Varel würde zu letzterem gehören, Nordenham käme in der Flugzeugstrukturmontage unter. Betriebsrat und Gewerkschaft lehnen diese Pläne allerdings ab. Sie fürchten, dass die Spaltung der PAG lediglich eine Vorbereitung ist, um sich von einigen Werken zu trennen.
Der Betriebsrat hat bereits Eckpunkte verfasst, die die Rahmenbedingungen für die geplante Umstrukturierung bei der Airbus-Tochter darstellen sollen. Unter anderem fordert der Betriebsrat, dass keine Einzelteil-GmbH gegründet wird und auch keine einzelnen Werke oder Betriebsteile verkauft werden.
Stattdessen soll es einen klaren Fokus auf ein industrielles Zukunftskonzept und eine langfristige finanzielle Ausstattung sowie weitere Investitionszusagen geben. Die PAG soll in den Konzern integriert werden, so dass weniger Schnittstellen entstehen. Zudem soll ein verbindlicher Plan für die Umgestaltung der Standorte festgelegt werden.
Noch keine Antwort
Obendrein sollen die bestehenden Standards für die Beschäftigten erhalten bleiben, es soll feste Zusagen für Auftragsvolumen für die einzelnen Standorte geben und die Beschäftigten in dem neuen Unternehmen sollen über einen Tarifvertrag abgesichert werden.
Angesichts dieses Fahrplans warten die Arbeitnehmervertreter noch auf eine Antwort des Airbus-Managements. Laut IG Metall soll das Management eine Antwort bis Ende vergangener Woche angekündigt haben. Sie liege aber noch nicht vor.
Positiv sehen die Gewerkschafter die Signale aus der Politik. Von der Kommunal- bis zur Bundespolitik wurde Unterstützung zugesichert und darauf verwiesen, dass ein Unternehmen wie Airbus, das erheblich von öffentlichen Geldern profitiere, gegenüber den Beschäftigten auch eine Verantwortung habe.
