Varel - Es ist wohl das „größte selbst gemachte Puzzle Niedersachsens“, schätzt die Künstlerin Anja Zervoß. Das Gemeinschaftsprojekt hängt nun endlich. Besucher können es im Autohaus Tannenkamp aus nächster Nähe ansehen.
52 110 Puzzleteile ergeben ein sieben Meter breites und zwei Meter hohes Bild. Zu sehen sind 50 Motive aus Varel, alle fotografiert und aufbereitet von Zervoß selbst. „Im Puzzle stecken vier Monate Arbeit“, sagte sie. Rund einen Monat puzzelten etwa 150 Menschen an dem Werk mit. Drei Puzzleteile verschwanden dabei. Zervoß bildete sie provisorisch nach. Über Facebook gaben sich die Puzzler Tipps.
„Es war schön, dass sich die Teilnehmer gegenseitig geholfen haben“, sagte Zervoß. Als Gemeinschaftsaufgabe habe sie das Projekt auch angelegt. „Als durch Corona alle zuhause bleiben sollten, suchten viele nach einer Möglichkeit, sich zu beschäftigen“, sagte Zervoß. Unter dem Motto „Stück für Stück zum großen Ganzen“ entstand die Idee für das Riesenpuzzle.
Für 20 Euro verkaufte Zervoß Segmente des Puzzles. Das Geld spendete sie nun an die Hospizbewegung in Varel. Die Künstlerin überreichte die Spendensumme von 2000 Euro in Geldscheinen, die an einem großen Puzzleteil befestigt waren, an Anke Kück von der Hospizbewegung. „Ich glaube, ich habe noch nie so ein wertvolles Puzzleteil gesehen“, sagte Kück und bedankte sich für die Spende.
Mit 1000 Euro wurde Zervoß von der Stadt gefördert. Die Künstlerin ist froh, dass das Puzzle nun hängt. „Ich bin sehr dankbar für die viele tolle Hilfe“, sagt sie. Die Firma Holzidee sowie Dirk Brumund von der Tischlerei Brumund aus Varel unterstützten sie, die Papier- und Kartonfabrik spendete die Pappe, im alten Feuerwehrhaus in Obenstrohe durfte Zervoß das Puzzle fertigstellen.
