Varel - Mit 6.000 Euro hat der Service-Club „Round Table Varel“ die lokale Hospizbewegung unterstützt. „Die Spende kam durch eine große Anzahl von Sponsoren zusammen“, betonte der Präsident Jan Karußeit bei der Übergabe im stationären Hospiz am Wattenmeer. Die Mitglieder von „Round Table“ waren darüber hinaus beim Hospizlauf dabei und hatten dort mit 14 Teilnehmern, darunter drei Kinder, 146 Runden zurückgelegt. Die Vorsitzende der Hospizbewegung Varel, Anke Kück, bedankte sich ausdrücklich für die Spende, die auch besonders für die Unterstützung der Arbeit der Ehrenamtlichen und die Trauerarbeit eingesetzt werde.
Gestiegene Personalkosten
Der Leiter des Hospiz am Wattenmeer, Maik Hinrichs, betonte, dass der Aufenthalt im Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ den unheilbar erkrankten Gästen nichts koste. 95 Prozent der Kosten übernähmen die Kranken- und Pflegeversicherungen. Die übrigen Kosten müssten allerdings selber aufgebracht werden. Dazu gehörten die Tage nach dem Tod eines Gastes, bei denen sich Angehörige vom Verstorbenen verabschieden und das Zimmer entsprechend gestaltet wird. „Aber auch musikpädagogische Angebote und Aromapflege muss das Hospiz selber tragen“, erläutert Kim Friedrichs, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Mission Lebenshaus. Zudem seien die in den vergangenen Jahren gestiegenen Personalkosten „nicht kostendeckend“ refinanziert. Der Spendenbedarf des „Hospiz am Wattenmeer“ liege derzeit bei rund 150.000 Euro im Jahr.
Die Hospizbewegung, die sich auch um die ambulante Betreuung von Sterbenden kümmert, benötigt den Angaben zufolge rund 20.000 Euro an Spenden im Jahr. Damit würden vor allem Angebote wie Malen in der Trauer, Gesprächskreise, Einzelbetreuungen und die Ausbildung von Trauer- und Familienbegleitern finanziert. Insbesondere wird die Arbeit der Ehrenamtlichen durch die Übernahme von Sach- und Fahrtkosten unterstützt.
Round Table Gastronomiequartett
Mit der Spende setzt Round Table Varel seine karitative und soziale Arbeit in Varel und Umgebung fort. „RT236“ ist einer von Deutschlandweit über 230 Tischen, die vielfältige lokale und regionale Projekte betreuen und mit „Tablern“ und Helfern vor Ort unterstützen. „Daraus entstehen oftmals langjährige Partnerschaften mit sozialen Einrichtungen und bedürftigen Familien. Anpacken und Helfen wird bei Round Table gelebt“, heißt es bei den „Tablern“.
In der Region sind die „Matsch-Küchen“ beliebt, deren Aufbau die „Round Tabler“ in zahlreichen Kindertagesstätten unterstützten. Ihr neustes Projekt ist das „Round Table Gastronomiequartett“. „Es ist ein klassisches Quartettspiel mit 28 regionalen Restaurants, Cafés und Kneipen. Jede Karte enthält einen Gutschein der jeweiligen Gastronomie“, erläutert Jan Karußeit. Insgesamt komme ein Gutscheinwert von rund 100 Euro zusammen. Die Quartette werden für zwölf Euro verkauft. Der Erlös wird für soziale Projekte eingesetzt.
