• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Friesland

Selbsthilfe: Sie lachen und weinen gemeinsam

14.10.2017

Varel „Ich weiß nicht, was ich ohne diese Gruppe gemacht hätte“, sagt Werner Schmidt. Der 78-jährige Vareler gehört zur Vareler Selbsthilfegruppe für Witwen und Witwer, die vor fünf Jahren von der Hospizbewegung Varel und der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe des Paritätischen Friesland gegründet wurde.

Was in der Gruppe besprochen wird, die sich einmal in der Woche dienstags trifft, ist vertraulich. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens machten die 17 Frauen und Männer eine Ausnahme und erzählten der NWZ, wie sie es schaffen, ohne ihre Partner weiterzuleben.

„Ich brauche die Gruppe“, sagt Ulrike Weidebach aus Obenstrohe, die vor gut einem Jahr Witwe geworden ist, und Christa Malek pflichtet ihr bei: „Ich kann es mir ohne die Gruppe nicht vorstellen, sie ist wie meine Familie.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Nicht alle können über ihren Verlust sprechen ohne zu weinen. Aber auch das gehört dazu: „Es wird bei uns viel gelacht und geweint“, sagt Karin Tiel, die die Gruppe von Anfang an ehrenamtlich leitet. Sie kann sich gut in die Gruppenmitglieder hineinversetzen, sie hat auch ihren Mann und später ihren Lebensgefährten verloren.

„Hier sind Menschen, die einen verstehen“, sagt Karin Tiel. Sprüche wie „Jetzt musst du da ja langsam mit durch sein“, wie sie von Außenstehenden zu hören sind, gibt es hier nicht. „Trauer hat seine Zeit“, sagt Karin Tiel.

Am wichtigsten sei der allgemeine Austausch über die Sorgen und Nöte, erzählt sie. Das können neben dem Gespräch über den Verlust ganz profane Alltagsprobleme sein. „Wir haben mit den Männern geübt, wie man Wäsche zusammenlegt“, sagt Karin Tiel, „oder ihnen erklärt, wie man eine Waschmaschine bedient“.

Sie weiß, dass viele Menschen Berührungsängste mit Trauernden haben und vermittelt den Gruppenmitgliedern, dafür Verständnis zu haben: „Man sollte nicht erwarten, dass die Menschen auf einen zukommen, sondern selber aktiv werden.“

Wer sich einer Trauergruppe anschließen möchte, kann sich an Gabriele Peest von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) wenden unter Telefon 04451/9146-46.

Traute Börjes-Meinardus Redakteurin / Redaktion Varel
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2502
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.