Varel - Die ehemalige mit der aktuellen Ausrichterstadt des Tages der Niedersachsen laufend verbinden: Das war das Ziel einer Stammgruppe von Läuferinnen und Läufern aus ganz Niedersachsen, zu denen auch Marlen Webersinke vom Vareler Turnerbund zählte.
Der Niedersächsische Leichtathletik-Verband (NLV) richtete bereits zum 15. Mal zum Tag der Niedersachsen einen Staffellauf aus, bei dem in 32 Stunden „laufend“ für den Breitensport geworben wurde. In diesem Jahr unter dem Motto „Lauf dem Diabetes davon“, denn speziell das Laufen als Ausdauersport trägt dazu bei, Typ 2 Diabetes und seine Komplikationen möglichst zu vermeiden.
NLV-Vizepräsident für Breitensport Andreas Ull begleitete dabei die Gruppe über die gesamte Strecke, die am vergangenen Freitagmorgen um 6 Uhr in Wilhelmshaven startete. Die Strecke führte die Aktiven nach Zetel, Bockhorn, Oldenburg, Hude, Delmenhorst, Syke, Bruchhausen-Vilsen, Nienburg und Neustadt am Rübenberge, Richtung Landeshauptstadt – immer geführt durch einen NLV-Fahrradguide. Streckenweise schlossen sich auch Mitläufer aus verschiedenen Vereinen zur Unterstützung an.
Nach 260 Kilometern Laufen, Tag wie Nacht, in 30 Etappen, verbunden mit kurzen Stopps in verschiedenen Ortschaften, Begrüßungen und Empfängen durch Bürgermeister und Vereine, erreichte die Stammgruppe schließlich am Samstag um 14 Uhr erschöpft, aber glücklich ihr Ziel in der Stadt Hannover, in der das große Fest mit Tausenden von Menschen gefeiert wurde.
Auf der Bühne des NDR nahmen Oberbürgermeister Belit Onay und Ministerpräsidenten Stephan Weil die Gruppe der Stammläuferinnen und Stammläufer in Empfang, bevor sie anschließend auch auf der Bühne des Landessportbundes Niedersachsen gastierten.
„Es war für mich der zweite Einsatz bei dem Staffellauf, und ich bin wieder begeistert, mit welcher Gastfreundschaft wir überall empfangen wurden“, betont VTB-Läuferin Webersinke: „Anstrengend war es natürlich auch, zumal am Samstag die Temperaturen stiegen. Und auch wenn wir uns zwischen unseren Etappen, in denen wir eingesetzt waren, in einem Begleitbus ausruhen konnten, war Schlafentzug garantiert. Aber auch der Spaß am Laufen und in der Gemeinschaft kam natürlich nicht zu kurz.“
Nahezu alle Stammläufer absolvierten außerdem freiwillig weitere Etappen. So meisterte Michael Groth von den Ultrafriesen mit 100 Kilometern die weiteste Gesamtstrecke, Marlen Webersinke lief insgesamt 50 Kilometer.
