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VSR-Gewässerschutz in Varel „Bei Gartenpflege muss ein Umdenken stattfinden“

Der ehrenamtliche Mitarbeiter Arno Mittelmeyer (Mitte) vom VSR-Gewässerschutz nimmt am Labormobil auf dem Vareler Schlossplatz eine Brunnenwasserprobe entgegen.

Der ehrenamtliche Mitarbeiter Arno Mittelmeyer (Mitte) vom VSR-Gewässerschutz nimmt am Labormobil auf dem Vareler Schlossplatz eine Brunnenwasserprobe entgegen.

Harald Guelzow

Varel - Fast 70 Gartenbesitzer haben ihr Brunnenwasser bei der Wasseranalyse von den Ehrenamtlichen des VSR-Gewässerschutz auf dem Vareler Schlossplatz testen lassen. Der Grund: Viele Gartenbesitzer stellten in den vergangenen Jahren fest, dass bei Starkregenfällen die Regenwassertonnen schnell voll sind und das Wasser dann oft durch die Gullys in die Kanalisation läuft. Das jedoch verunreinige das Grundwasser.

Wasserverschwendung

Stattdessen sollte das Regenwasser im Garten versickern, wie Arno Mittelmeyer erklärt, denn die anschließende Wassernutzung aus dem Grundwasserspeicher sei eine sinnvolle und nachhaltige Lösung. So könne außerdem vermieden werden, dass „das kostbare Leitungswasser“ verwendet wird, so Mittelmeyer.

In Varel hat er zusammen mit Matthias Ahlbrecht am Informationsstand die Bürger beraten. Vielen Hausbesitzern sei gar nicht klar, wie einfach so eine Versickerung im Garten zu realisieren ist. Das Regenwasser kann in offene Versickerungsmulden im Garten geleitet werden. Dort sammelt es sich zunächst, bevor es nach einiger Zeit im Boden versickert und so ins Grundwasser gelangt.

Rasensprenger

„In den letzten Jahren richtete sich der Fokus besonders auf die Wassermenge, die zum Planschen im Garten benötigt wird“, sagt Mittelmeyer. Doch meist könnten sich Bürger nicht vorstellen, dass ein Rasensprenger bereits in einer Stunde 600 bis 800 Liter Wasser über den Garten verteilt – also ein Vielfaches der Menge, die überhaupt in einen Pool passt.

Denn ein Großteil des Wassers aus einem Rasensprenger verdunstet, bevor es überhaupt beim Rasen angekommen ist. „Wir haben festgestellt, dass vor allem bei der Anlage und Pflege von Rasen dringend ein Umdenken stattfinden muss“, sagt Mittelmeyer.


Grasmischungen

Einige Saatguthersteller würden bereits Grasmischungen für trockene Standorte anbieten, für die Gartenbesitzer weniger Wasser verwenden müssten. „Diese Gräser wurzeln viel tiefer und können sich noch lange selbst mit Wasser versorgen. Außerdem braucht es nur dort Rasen, wo Kinder oder Hunde spielen“, so Mittelmeyer. Bisherige Rasenflächen, die nur gelegentlich betreten werden, könnten in Zukunft auch durch flachwachsende, trittfeste Kräuter wie den bienenfreundlichen Thymian ersetzt werden.

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