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700.000 Menschen weltweit folgen D-Day History von Jan-Hendrik Maida Vareler geht in ganz Europa auf Zeitreise

Jan-Hendrik Maida sucht die Orte alter Fotos aus dem Krieg auf. Einen Tag hat er in Köln gebraucht, bis er das Haus gefunden hat, vor dem das Mädchen 1945 entlanglief.

Jan-Hendrik Maida sucht die Orte alter Fotos aus dem Krieg auf. Einen Tag hat er in Köln gebraucht, bis er das Haus gefunden hat, vor dem das Mädchen 1945 entlanglief.

Privat

Varel - Wenn der Obenstroher Jan-Hendrik Maida verreist, packt er immer alte Kriegsfotos und Bildbände in seinen Rucksack. Am Reiseziel angekommen sucht er dann die Orte, die auf den Fotos zu sehen sind. Er fotografiert sie aus exakt derselben Perspektive und stellt sie den alten Fotos von Kriegsschauplätzen und vom Krieg zerstörten Orten gegenüber. Damit findet der Vareler Flugzeugbauer weltweit Beachtung: Seiner Seite „D-Day History“ folgen auf Facebook und Instagram fast 700 000 Menschen aus allen Teilen der Welt.

1945 in Saarbrücken - und heute (Foto: )

1945 in Saarbrücken - und heute (Foto: )

Schon als Kind hat sich Jan-Hendrik Maida für Geschichte interessiert, insbesondere für die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Er verschlang Geschichtsbücher und diskutierte mit anderen Geschichtsinteressierten in Internetforen. „Irgendwann wollte ich was Eigenes machen“, sagt der 41-Jährige. Inspiriert von Filmen wie „Der Soldat James Ryan“ machte er sich auf und suchte Kriegsschauplätze auf.

40 Mal in Normandie

Besonders fasziniert ihn die Normandie und bereits 40 Mal hat er die Orte des D-Day und der Operation Overlord aufgesucht. Der 6. Juni 1944 ist als D-Day bekannt – der Tag, an dem während des Zweiten Weltkrieges die Operation Overlord begann, die Landung alliierter Truppen in der Normandie. Maida war auch häufig bei den jährlichen Gedenktagen am 6. Juni dabei.

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Mit Fotos, die er in Geschichtsbüchern, Bildbänden oder im amerikanischen Nationalarchiv gefunden hat, begibt er sich in der Normandie und an anderen Orten in ganz Europa auf die Suche. Er will sehen, wie es heute an den ehemaligen Kriegsschauplätzen aussieht. Er stellt sich genau an die Stelle, an der der Kriegsfotograf stand und filmt oder fotografiert. Anschließend schiebt er ein Kriegsfoto zwischen Linse und Objekt und produziert ein Bild im Bild. Oder er stellt den alten Fotos die neuen gegenüber. 10 000 historische Fotos hat Jan-Hendrik Maida gesammelt und ihnen bislang 1000 aktuelle Fotos gegenübergestellt.

Faszinierende Zeitreise

Die dabei entstehenden Zeitreisen faszinieren Geschichtsinteressierte in der ganzen Welt und von überall her bekommt Jan-Hendrik Maida Nachrichten und Fotos. So hat er Menschen in Venezuela, Afrika und Kanada inspiriert, es ihm gleichzutun.

Mit seiner Gegenüberstellung von Bildern aus dem Krieg und aus der heutigen Zeit möchte sich Jan-Hendrik Maida auch gegen das Vergessen einsetzen. Er möchte den Menschen klar machen, auf welchen Spuren sie wandeln und das Bewusstsein dafür schärfen, was Krieg anrichten kann.

Jan-Hendrik Maida schafft faszinierende Gegenüberstellungen (Foto: )

Jan-Hendrik Maida schafft faszinierende Gegenüberstellungen (Foto: )

Traute Börjes-Meinardus
Traute Börjes-Meinardus Redaktion Varel
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