Grafschaft - Handwerkliches Geschick war jetzt gefragt im Verein der Grafschafter, zumeist als Brunnenverein bekannt. Die Ausschmückung des etwas versteckt gelegenen Brunnens am Ortseingang war ziemlich marode und unansehnlich geworden. Einige Vereinsmitglieder sorgten jetzt für Ersatz.
„Seit Jahren reden wir davon, dass der Aufbau des Brunnens mal saniert werden müsste – nun haben wir das endlich in die Tat umgesetzt“, berichtete der Vorsitzende Michael „Hinny“ Hinrichs. Er selber hatte gemeinsam mit Claus Hoffmann das Mauerwerk gesäubert, außerdem die Sitzgruppe in der direkten Nachbarschaft zum Brunnen sowie den Gedenkstein, der an Peter Hinrichs, den Namensgeber des Schortenser Ortsteils, erinnert. Aufgrund seiner Lebensart wurde der 1692 Verstorbene „de Grave“ genannt.
Kurt Langkau und Jürgen Dautzenberg hatten nach Vorlage des bisherigen Aufbaus für neue hölzerne Pferdeköpfe gesorgt. „Beide Köpfe werden gekreuzt und müssen nach außen schauen, das hält Unheil fern, habe ich dabei gelernt“, erklärte Langkau beim Anbringen des neuen Schmucks.
Ein Brunnen am Ortseingang ist für 1928 belegt. Allerdings war er lediglich als Viehtränke ausgelegt. 1961 wurde in Grafschaft der Brunnenverein gegründet und in der Folge wurde der einfache Brunnen mit schmückenden Elementen versehen. „Wir gehen davon aus, dass das seit dem hält, wir haben zumindest nichts gefunden, dass etwas anderes belegt“, erklärte Bernhard Boelsen vom Vorstand des Vereins.
Mit dem neuen Schmuck ist der Brunnen als Wahrzeichen für den Ort nun auch schon „schick“ für das Brunnenfest, das am Samstag, 9. September, auf dem Spielplatz an der Dettmar-Coldewey-Straße in Grafschaft gefeiert wird.
Die gekreuzten Pferdeköpfe waren marode und unansehnlich geworden. (Foto: Annette Kellin)
