Schortens - Gute Nachrichten für Vereine in Roffhausen und Middelsfähr: Die Bürgerbegegnungsstätte in Roffhausen steht ab kommendem Jahr wieder für Vereinsaktivitäten zur Verfügung. Die Nutzung der Räume für Flüchtlinge läuft zum Ende des Jahres aus. Das hat der stellvertretende Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, Heiko Klein, am Donnerstag angekündigt. Die Verwaltung erfüllt mit diesem Schritt einen Wunsch der Politik.
26 Plätze für Flüchtlinge
Seit mehr als zwei Jahren nutzt die Stadt Schortens die Begegnungsstätte zur Aufnahme von Flüchtlingen. Bis zu 26 Menschen können dort vorübergehend wohnen. Zwar will die Stadt diese Kapazitäten weiter bereithalten – allerdings sollen dafür nicht länger die Räume der Vereine blockiert werden. Stattdessen will die Stadt die Zahl der Plätze in der benachbarten ehemaligen Heinz-Neukäter-Schule aufstocken. Hier können bislang bis zu 100 Menschen aufgenommen werden. Es sei möglich, dort weitere 26 Plätze zu schaffen, erläuterte Klein im Ausschuss für Ordnung, Verkehr und Gefahrenabwehr.
Konzept mit Johannitern
Das Team Soziales im Fachbereich habe zusammen mit den Johannitern, die die Unterkunft betreiben, ein Konzept erstellt. Die Begegnungsstätte wurde unter anderem durch den Einbau von Trockenbauwänden für die Aufnahme der Flüchtlinge vorbereitet. Nach dem Auszug bis zum Ende des Jahres können die Räume wieder für die Vereine hergerichtet werden.
Klein berichtete von guten Ergebnissen bei der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge. Es sei bislang gelungen, für den Großteil der Menschen private Wohnungen zu finden, sagte Klein. „Viele Flüchtlinge suchen und finden mit Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen selbstständig Wohnungen“, berichtete der stellvertretende Fachbereichsleiter. Familien seien leichter mit Wohnungen zu versorgen als alleinstehende Männer.
Bürgerverein unterstützt
Sehr zufrieden äußerte sich Klein über die Unterstützung des Bürgervereins Roffhausen-Middelsfähr und weiterer Vereine bei der Integration der Flüchtlinge. So ist zum Beispiel ein Sommerfest am 15. Juni geplant. Zum Herbst hin soll in Zusammenarbeit mit den Johannitern eine Fahrradverleihstation mit zunächst 25 Rädern öffnen. In Zusammenarbeit mit der Polizei sollen Flüchtlinge bei der Vorbereitung auf den Straßenverkehr unterstützt werden.
Digitale Registrierung
Handlungsbedarf sieht Klein durch die Beobachtung, dass einzelne Bewohnerinnen und Bewohner die Unterkünfte ohne Ankündigung oder Abmeldung dauerhaft verlassen. Eine genaue Übersicht über die Zahl der Menschen sei aber zum Beispiel mit Blick auf mögliche Einsätze bei Bränden erforderlich. Der Fachbereich will deshalb digital registrieren, wer das Gebäude betritt und verlässt.
