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NWZonline.de Region Friesland

Vereine sagen „Danke“

13.11.2018

Tag und Nacht sind sie ansprechbar, 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche, das ganze Jahr ohne Pause. Anonym verrichten die Frauen und Männer der Telefonseelsorgestelle Friesland-Wilhelmshaven ihren ehrenamtlichen Dienst. Sie sind Teil eines bundesweiten Netzwerks, das unter der Telefonnummer 0800 111 0 111 kostenlos erreichbar ist.

Die Arbeit der Telefonseelsorge stand am Samstag im Mittelpunkt eines Benefizkonzerts, das der Sander Popchor CantaMare in der St. Stephanus-Kirche in Schortens gab. Lieder gegen die dunklen Gedanken in einer trüben Jahreszeit, gegen den so genannten November-Blues, standen auf dem Programm der etwa 35 Sängerinnen und Sänger. Anlass war das 30-jährige Bestehen der Telefonseelsorgestelle, das in den vergangenen Wochen gefeiert wurde. Christhild Roberz, Leiterin der Telefonseelsorgestelle, unterstrich in ihrer Ansprache in der gut besuchten Kirche, dass Gott zwar kein Handy habe – aber Anrufbeantworter. CantaMare-Vorsitzender Hartmut Siefken stellte einen Zusammenhang zwischen der Chorarbeit und der Telefonseelsorge her. Die aktive Mitgliedschaft in einem Chor wie CantaMare sei nämlich ausgesprochen positiv für das Seelenleben der Sängerinnen und Sänger.

In ihrem Konzert ließen die Chormitglieder unter Leitung von Susanne Siefken davon viel spüren. Die Botschaft: Auch wer mal den „linken Haken Gottes“ gespürt und erlebt hat, wie das Leben die schönsten Konzepte vom Tisch wischen kann, darf sicher sein, dass es Begleitung und Trost gibt. Beispielsweise durch die speziell ausgebildeten Telefonseelsorger, die oft die einzigen Gesprächspartner vereinsamter Menschen sind.

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Das vielseitige Programm des Sander Pop- und Jazzchores umfasste aktuelle Hits ebenso wie einige musikalische Dauerbrenner, Ausflüge in die Kultur des Volkslieds – und endete mit der Zusage der Nähe Gottes: „He is always close to you“.

Fast ein Jahr ist es her, dass der Gemischte Chor Schortens mit dem Adventskonzert seinen Abschied gegeben hat, weitere acht Monate hat es (wegen eines Verfahrensfehlers) gedauert, bis der Verein auch aus dem Register beim Amtsgericht gelöscht werden konnte.

Nun haben Hans Knirsch, Karla Berner und Edeltraud Onnen vom ehemaligen Vorstand das verbliebene Vereinsvermögen zu gleichen Teilen gespendet. Schecks über jeweils 500 Euro nahmen am Montag Carsten Thomsen vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schortens, Ralf Mrutzek von der Musikschule Friesland-Wittmund und Thomas Berghof, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, entgegen.

Der Förderverein der Feuerwehr Schortens will die Spende an die Jugendfeuerwehr weiterreichen, die immer Wünsche und Ideen hat, Geld sinnvoll einzusetzen. Die Kreismusikschule will die Wartung von Instrumenten oder die Beschaffung von Noten finanzieren. Nachdem der Gemischte Chor über viele Jahre auch die Gedenkveranstaltungen in Schortens zum Volkstrauertag begleitet hatte, wird nach Auflösung des Chors diesen Teil nun erstmals die Musikschule übernehmen. Die Spende an die Stadt Schortens wandert in einen Spendentopf, mit dem die Stadt schnell und unbürokratisch Bürgern hilft, die in Not geraten sind.

Der 1947 gegründete Chor hatte seine Hoch-Zeit in den 1970er und 80er Jahren mit fast 100 aktiven Sängerinnen und Sängern. Doch der Chor überalterte, Nachwuchs fand sich nicht – 2017 erfolgte schweren Herzens die Auflösung.

 Das Familienfest im Klosterpark, bei dem auch das 25-jährige Bestehen des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) gefeiert wurde, hatte auch der Verein „Upjever lieb ich“ unterstützt. Der Reinerlös aus der Kaffee- und Kuchentafel ergab 300 Euro. Die Summe steckten Rüdiger Doden und Klaus Laquains RUZ-Spendenschwein.

In gemütlicher Runde mit gemeinsamem Essen und Plaudern wurden beim TuS Sande jetzt die langjährigen Mitglieder geehrt. Der Vorsitzende Peter de Boer überreichte Urkunden und kleine Präsente an Grete Bänsch, Isabel Bruns, Martina Gerdes, Helena Oldenettel, Hans Retsch, Elke Schanze, Anna Marie Schlumperger, Marc Steinbach (alle zehn Jahre), Claudia Bennen, Lisa Bennen, Eddi Dreyer, Monika Henze, Lisa Susanne Janssen, Birgit Klümper, Alina Rinke (20 Jahre), Horst Böttcher, Christine Respondek, Rita Sieg, Marlies Vogtländer (30 Jahre), Ursula Drücker, Rowald Schütze, Jutta Stengel, Thomas Stephan (40 Jahre), Annette Baumert, Gisela Günther, Karl-Heinz Ilchmann, Dieter Langner, Doris Mühlfriedel und Edna Müller (50 Jahre).

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