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Gefahrenbremsung, Überschlag, Erste Hilfe Junge Autofahrer trainieren in Schortens für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Dietmar Reck
Verkehrssicherheitstraining für

Verkehrssicherheitstraining für "Junge Autofahrer und Autofahrerinnen" auf dem Gelände des Fliegerhorsts in Upjever: 24 Teilnehmer trainierten für den Ernstfall.

Dietmar Reck

Upjever - Plötzlich läuft ein Kind auf die Straße oder das Auto vor einem bremst unvermittelt stark ab: Für Autofahrer kann in solchen Situationen eine Gefahrenbremsung oft schlimmere Unfälle verhindern. Dafür ist es jedoch wichtig, sein eigenes Auto richtig zu kennen und zu beherrschen und die Gefahrenbremsung richtig durchzuführen. Wie das genau funktioniert, durften 24 Teilnehmer des Verkehrssicherheitstrainings für „Junge Autofahrer und junge Autofahrerinnen“ am Samstag auf dem Fliegerhorstgelände in Upjever üben. Eingeladen hatte dazu der Landkreis Friesland in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, der Verkehrswacht Jever, dem Bundeswehr-Fliegerhorst Upjever, dem Fahrlehrerverband sowie dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Jeverland e.V.. Doch nur bei der Gefahrenbremsung blieb es nicht.

Dann sind die nächsten Termine

Der Landkreis Friesland bietet seit 2009 Fahrsicherheitstrainings auf dem Gelände des Fliegerhorsts Upjever an.

Die nächsten Fahrsicherheitstermine sind am Samstag, 17. August, und am Samstag, 7. September, jeweils von 12.15 Uhr bis 17.30 Uhr. Mitmachen kann, wer zwischen 18 und 24 Jahre alt ist, mindestens sechs Monate Fahrpraxis hat und ein vollgetanktes verkehrssicheres Fahrzeug mitbringt.

Ziel des Trainings ist die Hebung der Verkehrssicherheit, da die Altersgruppe der jungen Autofahrer und Autofahrerinnen (18 bis 25 Jahre) überproportional stark am Verkehrsunfallgeschehen beteiligt ist.

Rücksichtsvolles Fahren

„Von Vorteil ist es, wenn man die Grenzen eines Fahrzeuges kennt“, erklärte Michael Gerken von der Verkehrswacht Jeverland zu Beginn den Teilnehmern. Er gehörte zum Team der „Spezialisten“, das junge Menschen anleitetet, ihre Fahrsicherheit zu verbessern. Ebenso wie Jutta Wilhelms von der Straßenverkehrsabteilung. Ihr Appell an die 24 Teilnehmer: „Fahren Sie so wie es die Straßenverkehrsordnung vorschreibt und dazu gehört vor allem Rücksichtnahme.“ Das Fahrsicherheitstraining, so Wilhelms, ist für jeden eine gute Möglichkeit, zu überprüfen, wie man in Grenzsituationen hinter dem Steuer reagiert.

Bei Michael Gerken von der Verkehrswacht lernten die Teilnehmer dann auch die fahrphysikalischen Grenzen ihres Fahrzeugs kennen. Beim Thema Bremsen wurden gezielt Gefahrenbremsungen trainiert, die zum Stillstand des Autos führen. Slalomfahrten zeigten zudem, wie sich Über- und Untersteuern anfühlen und auch Ablenkungen durch Gruppendynamik und der Blick auf das Handy wurden thematisiert.

Fahrschullehrer Sascha Donath informierte zu den Themen „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“. Zur praktischen Simulation mit dem Fahrschulfahrzeug wurden die Fahrer mit einer Promille-Brille für den Rundkurs ausgestattet. Fahrlehrer Donath: „Nehmt euch die Zeit, eure Sitzhaltung zu korrigieren, achtet auf eine angewinkelte Bein- und die korrekte Lenkrad-Haltung. Im Ernstfall können damit Verletzungen verhindert werden.“

Anna Uken aus Neuststadtgödens, Erste-Hilfe-Ausbilderin im DRK Jeverland, vermittelte im „Schnelldurchgang“ Tipps und Tricks rund um das Thema „Erste Hilfe“ am Unfallort. Zu den überlebenswichtigen Maßnahmen gehörte die Herz- Lungen-Wiederbelebung, die die Teilnehmer an einem Dummy lernten. Auch das richtige Entfernen eines Helmes nach einem Kradunfall zeigte die Ausbilderin. Sie erklärte, dass eine falsche Helmabnahme bei Kradunfällen mehr Schaden als Nutzen anrichten kann.

Extremsituation Überschlag

Wie man sich nach einem Überschlag mit dem Auto richtig verhält, zeigten Dieter Jacob und Gerd Tobias Rogge von der Verkehrswacht Jeverland am Überschlagsimulator. Das High-Tech-Gerät ermöglicht einen Überschlag realitätsgetreu zu erleben und anschließend unter Anleitung selbstständig und sicher aus dem Fahrzeug auszusteigen. Dabei spürten die Teilnehmer die physischen und psychischen Kräfte, die in dieser Extremsituation auf den eigenen Körper einwirken. Jacob und Rogge zeigten das Lösen des Sicherheitsgurtes, um sich nach einem Verkehrsunfall fachgerecht zu befreien.

„Das Verkehrssicherheitsprogramm ,Junge Autofahrer und Autofahrerinnen’ zeigt uns, dass dieses Projekt einen sehr sinnvollen Beitrag für die Verkehrssicherheit leistet“, so später der Tenor der Teilnehmer.

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