Hooksiel - Die Mitglieder des Wassersportvereins Hooksiel (WSV) haben bereits den Kurs Richtung neue Saison abgesteckt. Sie setzen darauf, dass nach zweieinhalb Jahren voller Einschränkungen durch die Corona-Pandemie das Vereinsleben nun wieder in den gewohnten Bahnen laufen kann. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung an den Hooksieler Skiterrassen deutlich gemacht, zu der 1. Vorsitzender Heinz Martin mehr als 125 Wassersportlerinnen und -sportler begrüßte.
Ansegeln am 13. Mai
Im Winterlager herrscht zwar noch Ruhe, doch spätestens im nächsten Monat heißt es für die Eigner, ihre Boote für den Sommer fit zu machen. Denn im April sollen die Jachten nach und nach wieder zu Wasser gebracht werden. Mit dem traditionellen Ansegeln am 13. Mai fällt im WSV Hooksiel dann der Startschuss für die Saison 2023. Im Jahresprogramm des Vereins steht auch das Feierabendsegeln „HookSail“. An acht Mittwochabenden geht es gemeinsam mit Seglerinnen und Seglern aus den Nachbarvereinen zu einer kleinen Regatta auf die Jade hinaus. Die erste Wettfahrt ist am 31. Mai geplant. Im vergangenen Jahr waren 51 Boote am Start. Regattawart Hendrik Busemann hofft für dieses Jahr auf eine ähnlich gute Beteiligung.
Intensiviert werden soll die Jugendarbeit. In Kooperation mit der Segelkameradschaft Horumersiel bietet der WSV ab Frühjahr für Kinder und Jugendliche montags ab 17 Uhr ein Segeltraining an. Jugendwart Matthias Behrens plant außerdem wieder eine Ferienpassaktion sowie ein Jugendcamp. Zudem richtet der Verein am 26. August einen Lauf der Jugendmeisterschaften Wilhelmshaven-Friesland aus.
Fahrtenpreis 2022
Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung standen auch Ehrungen. Den Fahrtenpreis 2022 teilen sich Jahn Janssen und Ralf Trappe. Sie waren im vergangenen Jahr mit gleichem Ziel unterwegs, durch den Göta-Kanal sollte es gehen.
Jahn Janssen segelte mit seiner Frau Angelika an der schwedischen Ostküste hoch bis nach Mem bei Norköping, wo es über eine Schleusentreppe in den Göta-Kanal geht. Ralf Trappe wählte mit wechselnder Crew einen Kurs entlang der Westküste Schwedens. In Göteborg fuhr er in den Trollhätte-Kanal ein und dann weiter über den Göta-Kanal Richtung Osten.
Die beiden WSV-Skipper waren eher zufällig zur gleichen Zeit unterwegs. Oberhalb der Schleusentreppe von Berg kam es dann zu einem kurzen Zusammentreffen. Mit seiner „Touché II“ war Trappe 40 Tage unterwegs und legte dabei 1237 Seemeilen zurück. Die „Mary-Ann“ von Jahn und Angelika Janssen kehrte nach elf Wochen mit 1313 Seemeilen im Kielwasser in den Heimathafen zurück.
Die größte Herausforderung dieses einmaligen Törns seien die mehr als 60 Schleusen gewesen, die es auf der Wasserstraße zu passieren galt, waren sich die Preisträger einig.
Für langjährige Mitgliedschaft im WSV wurde Manfred Bolinius geehrt, der seit 50 Jahren dem Verein angehört.
An der Spitze des Hooksieler Wassersportvereins steht auch für die nächsten drei Jahre Heinz Martin. Er wurde im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt, genauso wie Claus Weegen als 2. Vorsitzender.
Einiges verändert
Für die Hooksieler Sportbootfahrer hat sich auf der Jade mit der Inbetriebnahme des LNG-Terminals einiges verändert. Das Terminalschiff „Höegh Esperanza“ liegt in unmittelbarer Nähe und muss bei einem Kurs Richtung Wilhelmshaven auch passiert werden. „Dann ist zu allen Seiten unbedingt ein Abstand von 300 Metern einzuhalten“, informierte Martin die Sportschiffer.
Zuversichtlich äußerte er sich über den Schleusenbetrieb, der im vergangenen Jahr aufgrund dringender Reparaturarbeiten nur eingeschränkt lief. Ende Januar, Anfang Februar werde die Schleusenkammer zwecks Bauwerksprüfung trockengelegt, habe er von Niedersachsen Ports erfahren. In der Saison solle der Schleusenbetrieb ohne Einschränkungen und in gewohnter Weise laufen, dafür werde auch die inzwischen auf vier Mitarbeiter aufgestockte Schleusen-Crew sorgen.
