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Rätsel im Hafen Warum ging das Wikingerschiff „Tyrkir“ in Hooksiel unter?

Nur noch der Drachenkopf schaut aus dem Wasser

Nur noch der Drachenkopf schaut aus dem Wasser

Hußmann

Hooksiel - Es ist ein trauriger Anblick: Große Teile des einst so stattlichen Wikingerschiff-Nachbaus „Tyrkir“ liegen unter statt über dem Wasser, nur der Bug mit der drachenartigen Galionsfigur guckt noch heraus. Noch immer ist unklar, wie das Wikingerschiff, das im Alten Hafen in Hooksiel liegt, untergehen konnte. Immerhin scheint die Bergung in vollem Gange zu sein, Besitzerin Michaela Hußmann hofft auf möglichst wenig Schäden. „Ich weiß immer noch nicht, was passiert ist“, sagt Hußmann. „Wir haben das Schiff jetzt das ganze Wochenende stabilisiert und die Bergung begonnen.“

Keine Erkenntnisse

Am vergangenen Samstag habe eine Spaziergängerin die Schieflage des Schiffes bemerkt und angerufen. Nur die Festmacherseile verhinderten, dass das Schiff bis auf den Hafengrund sinken konnte.

„Das Ziel ist jetzt, das Schiff so unbeschadet wie möglich aus dem Wasser zu bekommen“, sagt Hußmann. „Ich weiß aber wirklich nicht, was mich erwartet.“ Da es ein reines Holzschiff ist, sei es nicht allzu schlimm, dass es momentan permanent dem Wasser ausgesetzt sei. „Tatsächlich wäre Trockenheit viel gefährlicher“, verrät sie. „Wenn es fünf Jahre an Land steht, das wäre schlimmer.“ Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen überlegt Hußmann, eventuell Taucher zu engagieren und diese zu bitten, ob sie etwas finden.

Auch die Wasserschutzpolizei teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit, dass es noch keine neuen Kenntnisse auf die Ursache des Unglücks gebe. „Ich bin wirklich ratlos“, sagt die Besitzerin. „Aber erst, wenn wir es geborgen haben, lässt sich abschätzen, wie schlimm es ist. Dann können wir sehen, inwieweit es wiederhergestellt werden kann.“

Zeit drängt nicht

Immerhin dränge die Zeit nicht. Da das 14-Meter-lange Boot keine wassergefährdenden Betriebsstoffe an Board hat, die austreten könnten, bestehe erst einmal keine Eile. Das Schiff, das 2001 in Wilhelmshaven gebaut worden ist, besteht ganz aus Eichenholz. Sollte der Schaden zu groß sein, wäre eine Wiederherstellung wohl kaum möglich. Besonders ärgerlich sei der Umstand, dass die Schiffs-Nachbildung in ein paar Tagen in ein Winterlager verlegt worden wäre. Unter normalen Umständen passen etwa 25 Passagiere auf die Tyrkir. Seit sieben Jahren bietet Hußmann mit dem Wikingerschiff Erlebnisfahrten über das Hooksmeer an. „Es ist unser größter Wunsch, dass alles klappt“, sagt sie. „Es ist schwer auszuformulieren. Ich hoffe einfach, dass es funktioniert und der Schaden nicht zu groß ist.“

Das Wikingerschiff Tyrkir in Hooksiel. Foto: Hußmann

Das Wikingerschiff Tyrkir in Hooksiel. Foto: Hußmann

Sarom Siebenhaar
Sarom Siebenhaar Redaktion Jever
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