Der Artikel brachte Fassungslosigkeit und Wut von vielen Bürgern wegen der geplanten Umwandlung des bestehenden Areals gut zum Ausdruck. Vermisst darin habe ich die weiteren Ausführungen vom Sprecher Manfred Schuster über den Irrsinn, dass die A 20 von Westerstede bis zur A7 in Schleswig-Holstein überhaupt gebaut werden soll. Er führte aus, dass der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, und weitere hochrangige Mitstreiter sich zwar nach wie vor vehement dafür einsetzen; dass es aber viele Gründe gegen den Bau gibt.
Zwei davon hat er kurz erwähnt:
1. Die Niederländer lachen sich über die „dummen Deutschen“ kaputt, wenn sie gebaut werden sollte. Damit könnten dann die im Hafen von Rotterdam ankommenden Güter per LKW schnell über die neue Rollbahn weiter nach Nordeuropa transportiert werden, statt sie z.B. in Wilhelmshaven oder Bremerhaven zwecks Weiterbeförderung zu löschen.
2. Der Behauptung, es würden durch Ansiedlung von Produktionsstätten an der neuen Autobahn Arbeitsplätze geschaffen, widersprach er. Es handele sich dabei um deren Verlagerung und er schilderte einen Fall, wo eine Bremerhavener Firma ihren Sitz an die Autobahn verlegt habe. Durch den Neubau eines modernen Betriebs wären 40 der ursprünglich 240 Arbeitsplätze verloren gegangen.
