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NWZonline.de Region Friesland

Vielerorts die Bonte-Straßen umbenannt

14.03.2007

Betrifft: „Neue Moltkestraße gefordert“ (NWZ vom 10. März)

Varel erinnert mit einem Straßennamen an Friedrich Bonte. Wer war Friedrich Bonte, was hat er Großartiges geleistet, dass er einen Straßennamen wert ist?

Der 1896 geborene Bonte trat als 18-Jähriger in die kaiserliche Kriegsmarine ein. Nach einer stetigen militärischen Karriere wurde er im Oktober 1939 zum „Führer der Torpedoboote“ der Nazi-Kriegsmarine ernannt, am 10. Februar 1940 zum Kommodore befördert. Am 9. April 1940 leitete Friedrich Bonte den Angriff der deutschen Kriegsmarine auf den norwegischen Hafen Narvik. Narvik wurde im Zuge des Angriffs von deutschen Gebirgstruppen besetzt, die von Bontes Zerstörern nach Narvik transportiert worden waren. Am Morgen des 10. April wurde Bonte im Hafen von Narvik von britischen Zerstörern überrascht. Bei dem sich entwickelnden Gefecht wurde sein Flaggschiff von einem Torpedo getroffen und explodierte. Dabei kam er zu Tode. Friedrich Bonte erhielt 1939 die Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse und das Eiserne Kreuz I. Klasse. Postum wurde ihm 1940 das Ritterkreuz verliehen. Manche Orte ehrten ihn mit einem Straßennamen, so auch Varel.

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Nach der Nazi-Zeit wurden die Bonte-Straßen in anderen Orten wieder umbenannt, nicht so in Varel. Hier wird weiterhin an einen Mann erinnert, der einen Überfall auf ein anderes Land kommandierte. Dorothea Hoffmann hat recht, wenn sie sagt: „Varel braucht keine Kommodore-Bonte-Straße.“ Sinnvoller wäre es, an Johann Galtung zu erinnern, den international renommierten norwegischen Friedensforscher, oder an Franz Fritsch, der in der Nazi-Zeit Hunderten Verfolgten das Leben rettete und nach 1945 in Bockhorn lebte.

Peter Tobiassen

Ellenserdammersiel

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