Jever - Knapp 50 Feuerwehrmuseen gibt es in Deutschland. Sie dokumentieren ein Sondergebiet der Technikgeschichte, das auch die Zeit-, Kultur und Sozialgeschichte berührt. Das Oldenburger Land hat seit 2004 ein solches Fachmuseum in Jever, das nach der Winterpause am 29. März wieder öffnet. 2004 wurde das Museum von Feuerwehrenthusiasten gegründet und 2012 vom Oldenburgischen Feuerwehrverband übernommen. Es hat seitdem seinen festen Platz in der Struktur der Feuerwehrmuseen in Deutschland.

Ein Beweis dafür, dass Museen mit ihrer Orientierung an ihren historischen Wurzeln die besten Zukunftsaussichten und Entwicklungschancen haben. Wenn die Corona bedingten Schließungen 2020 und 2021 nicht gewesen wären, hätte das Museum in diesem Jahr den 50000. Besucher begrüßen können, so Dieter Vahlenkamp, Sprecher der “Abteilung Feuerwehrmuseum” im Oldenburgischen Feuerwehrverband.

Das Feuerwehrmuseum in Jever zeigt die Geschichte des aktiven wie passiven Brandschutzes nicht nur als Technik, sondern auch als Zeit-, Kultur- und Sozialgeschichte. Schon äußerlich wird das Ensemble mit dem charakteristischen Schlauchturm im Mitteltrakt seinem Feuerwehr-Museumscharakter gerecht. Auf ca. 800 Quadratmetern kommen historische Objekte vom einfachen Ledereimer bis zu den Feuerwehrfahrzeugen des 20. Jahrhunderts anschaulich zur Geltung.

Die Handdruckspritze vom Ende des 19. Jahrhunderts und „modernere“ Tanklöschfahrzeuge aus verschiedenen Zeiten lassen erkennen, wie sich das Feuerwehrwesen in der Region entwickelt hat. Die Erhaltung der Fahrzeuge aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg ist eine urbane Aufgabe der Jeverschen Museumsabteilung. Darüber hinaus sind in den Ausstellungshallen verschiedene kleinere Ausstellungen mit den Schwerpunkten Tragkraftspritzen, Feuerlöscher und Feuerlöschpolizei untergebracht.

Auf diese Weise wird sowohl die Entwicklung dörflicher Wehren als auch der Werks- oder Berufsfeuerwehren abgebildet. Mit Trommel und Trompete und dem Brandhorn begann die Alarmierungs-Meldetechnik, ihre Nachfolger dokumentieren die Entwicklung der Feuermeldesysteme, zu denen Fernsprecher mit Handkurbel, Telefon, elektrische Alarmglocken, Sirenen und Feuermelder mit Metallgehäuse und der Glasscheibe gehören


Das Feuerwehrmuseum an der Florianstraße 1 direkt beim Bahnhof in Jever ist ab Mittwoch, 29. März, mittwochs sowie freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für Besuchergruppen sind Anmeldungen außerhalb der Öffnungszeiten unter der Rufnummer 04461-918484 oder 015733961411 möglich. Kontaktaufnahme kann auch per Mail unter museum@ofv-112.de erfolgen.