Eigentlich müsste sich die Nationalparkverwaltung darum kümmern, dass der Teek vom Deich entfernt wird, weil der Teek aus dem Gebiet des Nationalparks angeschwemmt wurde. Früher, als die Bauern im Andelgroden überall gemäht haben, waren sie verpflichtet, das nach Hochwasser angeschwemmte Mähgut abzuführen. Jahrhunderte lang war Teek kein Problem. (...) Das Teekproblem begann eigentlich erst, als der Andelgroden Anfang der 1980er Jahre unter Naturschutz gestellt wurde (...). Es wurde den Bauern von Seiten der Nationalparkverwaltung verboten, den Groden zu entwässern oder „grüppen“. (...) Noch dazu wurde verboten, das Deichvorland zur Abbruchkante hin zu mähen.
Wenn das Andelgras nicht gemäht oder abgeweidet wird, setzen sich die zweijährigen Gräser wie Strandaster, Strandquecke und Strandwermuth durch. Sie übernehmen die Oberhand und verdrängen das Andelgras. (...) Leider verrotten diese Salzgräser nur sehr langsam, weil sie sich durch den Salzgehalt konservieren. Es dauert etwa vier bis sechs Jahre, bis sie vollständig verkompostiert sind.
Kommt in dieser Zeit eine höhere Flut oder Sturmflut, bleibt es nicht aus, dass dieses Teek dann an den Deich anschwemmt.
Ein großes, intaktes Vorland mit Andelgraswiese gehört für mich und gehörte für unseren Vorfahren mit zur „Deichsicherheit“. (...) Das Andelgras ist dort das einzige Gras, das durch seine Verwurzelung den Boden verfilzt und somit das Vorland bei Sturmflut festhält. Das Andelgras auf dem Vorland gibt uns, zusammen mit dem Deich, die Sicherheit die wir brauchen.
