„Er wurde abgeliefert wie ein Paket“

Anfang des Jahres kam ich mit dem Rettungswagen ins Vareler St.-Johannes-Hospital auch auf Station 7. Ich hatte einen Dreh und Lagerungsschwindel und wer das schon mal hatte weiß, wie fürchterlich das ist.

Dieser Krankenhausaufenthalt spukt auch immer noch in meinem Kopf rum.

Obwohl das Personal wusste, das die elektrische Funktion am Bett defekt war, fragte keiner, ob ich etwas höher liegen möchte oder aber zum Essen das Kopfteil höher gestellt werden soll. Die Mahlzeiten wurden auf den Nachtschrank gestellt und das war es. Ob man evtl. Hilfe braucht oder nicht … egal.

Es fragte mich morgens auch keiner, ob ich Hilfe brauche bei der Körperpflege … Nein … Ich lag 2,5 Tage in meinem Schweiß und fühlte mich absolut nicht wohl.

Abends zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr wurde das Tablett mit dem Abendbrot wieder abgeräumt und es wurde uns eine gute Nacht gewünscht.


Falls sie jetzt glauben das die Nachtschwester kam, bei ihrem ersten Rundgang um sich vorzustellen … nein, nein … die stellte sich nicht mal vor. Sobald keiner klingelte auch niemand, erst morgens wieder. Einmal konnte ich nicht schlafen, habe geklingelt und die Nachtschwester gebeten mir etwas zum Schlafen zu geben. Ihre Antwort (Zitat): „Nein also was glauben sie denn, es ist gleich zwei Uhr und wenn ich ihnen jetzt noch was zum Schlafen gebe schlafen sie ja den ganzen Tag.“

Ich weiß wie die jetzige Situation ist, durch Corona. Pflegepersonal ist auch sehr knapp, aber das war nicht schön was da mit einem veranstaltet wurde oder auch nicht. Das war MENSCHENUNWÜRDIG. Ich kann Frau Watermann sehr gut verstehen und weiß wie sie sich gefühlt hat und ihr armer Mann erst.

Ach so … bevor ich das vergesse. Datenschutz wird immer so hoch angeprangert und dann kommt sein Name in Großbuchstaben an die Tür.

Ein Symbol was zu seinem Leben passt, wäre viel besser gewesen.

Karin Geißler per E-Mail