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Maifeier mit Gruseleum Hex-hex! – So lief der erste Walpurgis-Umzug in Hooksiel

Echte Hexen fürchten weder Einheimische noch Touristen

Echte Hexen fürchten weder Einheimische noch Touristen

Sebastian Urbanczyk

Hooksiel - „Liebe Leute, lasst euch sagen, unsre Uhr hat sechs geschlagen. Brave Menschen gebt gut acht, denn heute ist Walpurgisnacht.“ Mit diesem Spruch, lautem Geträller, Gejauchze und Gekichere zogen am Sonntagabend gut 50 große und kleine Hexen sowie böse Geister durch die Straßen Hooksiels zum Alten Hafen.

Begleitet wurde das bunte Treiben von lauten Trommeln, Schellen und Glocken. Was die zum Teil erstaunten Passanten der Lange Straße in Hooksiel da zu sehen bekamen, war ein buntes und zugleich schauriges Treiben – der erste Walpurgis-Umzug.

Vertreibung der bösen Geister

Aufgerufen dazu hatten die Darsteller des Gruseleums an der Lange Straße. Und so gesellten sich punkt 18.30 Uhr zur Rabenfrau Cassandra, der Schamanin Alvazuna, dem Satan, dem namenlosen schwarzen Engel, der Oberhexe Esmeralda und noch vielen anderen schaurigen Gestalten bald auch gut 35 Kinder, um sich, teils selbst verkleidet, dem Umzug in Richtung Alter Hafen anzuschließen. „Es gilt, die bösen Geister des Winters zu vertreiben und die Geister des Frühlings willkommen zu heißen“, erklärte Oberhexe Esmeralda alias Martina Minkner vom Gruseleum.

Doch bevor es losgehen konnte, mussten die Nachwuchshexen noch den entsprechenden Tanz einstudieren. Schließlich galt es am Alten Hafen um den Maibaum zu tanzen. „Ein Schritt vor, einer zurück. Und dann alle in der Mitte zusammenkommen. Anschließend geht es zwei Schritte nach rechts und zwei Schritte wieder nach links“, so die Anweisung der Oberhexe.

Und ziemlich schnell wurde klar, hier waren echte Hexenkinder am Werk, die mit ebenso viel Elan dabei waren wie die Darsteller des Gruseleums. Dann ging es schließlich mit Lärm und Radau zum Alten Hafen, wo Alt- und Junghexen zu Klängen der Gruppe „Faun“ ihren Walpurgistanz um den Maibaum darboten.

Überall nur zufriedene Gesichter

„Das ist schon eine richtig gute Sache“, fand dann auch Stephan Köhl, zweiter Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel. Dass da die Bratwurst nach relativ kurzer Zeit bereits alle war, war nur ein kleiner Wermutstropfen auf einer sonst gelungenen Veranstaltung.


Auch Martina Minkner ist mit dem ersten Walpurgis-Umzug zufrieden. „Ich bin total begeistert, dass so viele Kinder mitgemacht haben. Und das, obwohl uns der Kindergarten kurz vorher noch abgesagt hatte.“ Und so konnte die Oberhexe auch das Versprechen geben, dass es von nun an in jedem Jahr einen Walpurgis-Umzug zum Maibaum-Aufstellen geben wird. „Und wer weiß, vielleicht tanzen wir ja irgendwann nicht nur um den Maibaum, sondern um ein echtes Feuer“, sagte sie zum Schluss kichernd. Wie es sich eben für echte Hexen gehört.

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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