Wangerland - Noch war es nicht 10 Uhr – da standen bei Karin Heyken und Edith Hellwig an der Bismarckstraße Hohenkirchen am Sonntag schon die ersten Besucher im weit offenen Gartentor. „Dürfen wir hereinkommen?“ Die vorsichtige Frage wurde natürlich mit einem „Aber natürlich! Willkommen!“ beantwortet.

Zum dritten Mal öffneten sich am Sonntag Wangerländer Gärten für Besucher – viele nutzten den „Gartenspaziergang“, um nicht nur versteckte Paradiese zu entdecken, sondern auch, um sich Anregungen für ihren eigenen Garten zu holen. Sieben Gärten waren dabei.

Und in allen gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand: „Sehr positiv“ nennt Anke Müller von der Lenkungsgruppe „Erde und Flut“, die die Veranstaltung organisiert hatte, den Besuch in den Gärten: Bis zu 150 Neugierige schauten sich in einzelnen Gärten um. „Und einige fragten nach den Kriterien, um sich vielleicht beim nächsten Mal ebenfalls zu beteiligen“, freut sich Anke Müller.

Jürgen Habben in Tettens hatte seinen weitläufigen Garten mit Holzunikaten geschmückt. Denen konnte ein Ehepaar aus der Gegend von Tauber-Bischofsheim nicht widerstehen und nahm einige Baumscheiben mit nach Hause.

In Hohenkirchen erwartete die ehemalige Künstlerhaus-Stipendiatin Akkela Dienstbier im Garten von Elke Leiner die Besucher und bot ihr Buch „Mein Stadtgarten“ und Zeichnungen von Pflanzen im Jahreskreislauf an. Für Elke Leiner ist ihr Garten mit allerlei Blickpunkten „jeden Tag immer wieder ein Freude“. Seit 24 Jahren habe er sich nach und nach entwickelt. Und immer wieder kommt sie auf neue Ideen.


Keinen Plan von Anfang an hatte Magrete Kabierschke in Hooksiel, aber mit viel Liebe und Arbeitseinsatz hat sie sich ein wunderschönes Refugium geschaffen, von dem eine Besucherin entzückt sagte: „Schön haben Sie es hier.“

Einen naturnahen Hausgarten fanden die Besucher bei Theda Harms-Thiemann in Waddewarden; verschlungene Wege verleiten zu Entdeckungstouren an verschiedenen Gehölzen, Stauden und auch einem Teich vorbei. Und wer wollte, konnte sich Staudenneuheiten mitnehmen.

Lore Rothert in Wichtens setzt auf Stauden und Rosengehölze, sie bot selbstgefertigte Keramik an. Und in Oldorf erwartete die Besucher bei Petra Schmähling-Gruß ein großer Garten mit Skulpturen und bienenfreundlichen Blühstreifen.