Wangerland - Woher kommt eigentlich unser Essen? Diese Frage möchten wir unseren Kinder so gut wie möglich erklären – am besten geht das praktisch anhand eines Gemüsegartens. Doch nicht jeder von uns hat einen großen Garten um all das Obst und Gemüse auch anzupflanzen.

Bärlauch-Pesto

Für unser Bärlauchpesto brauchen wir pro 200 Gramm Bärlauch  200 Milliliter Öl  25 Gramm Pinienkerne  25 Gramm geriebenen Hartkäse  1 Teelöffel Salz.

Ob man das alles hackt, püriert oder nur grob schneidet – das ist dem eigenen Geschmack überlassen. Im Kühlschrank ist das Pesto mindestens 14 Tage gut haltbar.

Eine sehr leckere Pflanze passt jedoch auch auf den kleinsten Balkon – die Tomate. Im März ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten für den Sommer anzusäen und den Kindern dabei auch zu zeigen, wie sowas eigentlich funktioniert.

„Ich will das Loch machen“, fordert Paul (5), als es ans Säen geht. Und Linos (2) Augen strahlen mit jedem Samen mehr, den er in die Erde fallen lassen darf. „Tomaten sind lecker“, sagt er. Nur gut, dass er nicht weiß, wie lange er nun warten muss.

Aber genau dieses Warten ist für Kinder wichtig, um zu begreifen, dass es Zeit und auch Mühe braucht, bis aus einem kleinen Samen eine Pflanze und schlussendlich eine Tomate im Mund wird.

„Maaaaaaaamaaa, Paaaaaaaaapaaa: Maaaaate is grüüüüün“: Lino schreit rund 10 Tage nach dem Ansäen morgens um halb sechs das ganze Haus zusammen. Und siehe da, die ersten Tomatenpflanzen sprießen wirklich durch die Erde. Sofort holen Lino und Paul sich zwei Stühle und platzieren sich vor dem Anzuchtkasten – bis sie merken, dass es doch nicht so schnell geht mit dem Pflanzenwachstum.

Doch von dem Zeitpunkt an sagen die beiden jeden Tag ihren Tomaten „Gute Nacht“, sorgen immer für Wasser und freuen sich über jeden Millimeter, den die Pflänzchen wachsen.


„Wir freuen uns schon so sehr darauf, dass wir euch endlich essen können“, sagt Paul. Das wird jedoch noch bis zum Sommer dauern. Derzeit sind die Pflanzen noch ganz klein.

Wir haben uns in diesem Jahr für Freilandtomaten (Sorten Matina und Dorenia) entschieden. Diese kann man auch gut auf den Balkon stellen oder sie wie wir einfach in das Gemüsebeet setzen. Wichtig ist, dass die Pflanzen eine Rankhilfe bekommen, sei es ein Stock oder das Balkongeländer.

Bis zum Aussetzen ins Freiland dauert es bei uns aber noch. In ein paar Tagen werden die kleinen Pflanzen pikiert und dürfen dann noch bis zum Mai bei uns im Haus wohnen – und bekommen weiterhin jeden Abend ein „Gute Nacht“ von Lino und Paul. . . bis es dann endlich „Guten Appetit, leckere Tomate“ heißt.

Und so lange gibt’s zu den heiß geliebten Nudeln noch selbst gemachtes Bärlauchpesto – das Rezept steht oben.