Wangerland - Während manche Menschen über die Feiertage gern in die Berge fahren, um garantiert eine weiße Weihnacht erleben zu können, verschlägt es andere wiederum an die Küste. Vor allem bei Sonnenschein und klarem Himmel gebe es kaum etwas besseres – das finden viele.
„Die Luft, das Meer, einfach das Feeling“, sagt Gudrun Heise auf die Frage, wieso sie so gern Urlaub an der Küste macht. Über die Feiertage ist sie an der Nordsee bei ihrer Familie. „Ich liebe es einfach, hier am Meer zu sein. Egal ob es stürmt oder windstill ist.“ Außerdem sei auch das Licht immer ein Highlight ihrer Besuche. „Dieser Lichtertanz, wenn das Wasser das Licht der Sonne reflektiert, ist echt schön“, sagt auch ihr Vater Hans-Jürgen Heise.
Frische Meeresluft
„Die Luft hier ist einfach eine andere“, sagt Yannick Pohl aus Kerpen bei Köln. Die Dichte von Urlaubern aus dem Rheinland scheint hoch zu sein. Brigitte Maaß aus Domagen macht jedes Jahr an der Nordsee Urlaub. „Meine Eltern sind in den 90ern nach Wilhelmshaven gezogen“, sagt sie. „Ich bin hier aber nie aufgewachsen und freue mich jedes Jahr, Weihnachten mit ihnen hier zu feiern.“ Besonders die langen Spaziergänge am Wasser seien für sie ein großer Pluspunkt. „Das ist auch für meinen Hund eine tolle Abwechslung.“
Weitläufigkeit
Genug Gründe für einen Küstenurlaub sind also vorhanden. Untermauert wird die Reiselust an die Küste auch von Zahlen. Wie der Verkehrsverein Wangerooge mitteilt, steigt dort die Auslastung ab den Feiertagen bis auf 89 Prozent. Dennoch mache sich die aktuelle Verunsicherung in Corona-Zeiten bemerkbar. „Normalerweise haben wir zu dieser Zeit auch immer viele kurzfristige Buchungen“, sagt Oliver Knagge von der Ostfriesland Tourismus GmbH. „Diese sind deutlich weniger geworden und fallen in diesem Jahr teilweise ganz weg.“
Einheimische können es verstehen, wieso die Küste so attraktiv ist. „Die Weitläufigkeit ist gerade in der aktuellen Zeit gern gesehen“, sagt eine Wilhelmshavenerin. In Pandemie-Zeiten sei die Weitläufigkeit des Strandes und der platten Landschaft ideal. „Es ist auch nicht zu überfüllt“, sagt Olaf Jansen. „Man braucht ja nur mal einen Blick zu den ganzen Skipisten werfen, da stehen die sich ja trotz Corona gegenseitig auf den Füßen.“
