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Hangar 7 am Wangeroorger Bahnhof Umbau zu teuer: Geschichte des Kiosks

Antje Hagemann
Sollte sich verändern: Kiosk

Sollte sich verändern: Kiosk "Hangar 7" am Wangerooger Bahnhof.

Antje Hagemann

Jever - Ursprünglich war in dem Pavillon der Verkehrsverein untergebracht, bevor er in den Bahnhof umzog. Danach wurde er erst als Kiosk genutzt. „Vor uns gab es mehrere Besitzer – es hat nie so richtig lange funktioniert“, so die 49-Jährige. Man müsse schon sehr gut kalkulieren und Gästewünsche beachten. „Wenn sie zweimal nachfragen, dann muss das Produkt beim dritten Mal im Sortiment sein. Das fanden die Leute immer toll.“ In der Eröffnungszeit hat Annerose Baldeus selbst mit hinter dem Kiosktresen gestanden. Mit vier bis fünf Personen haben sie den Kiosk unterhalten, darunter drei Vollzeitkräfte.

„Das klappt schon“

Die Arbeit habe ihr immer großen Spaß gemacht. Seit 1996 ist sie auf Wangerooge in der Hotellerie und Gastronomie gestartet und hat 2001 am Flugplatz angefangen. Dort hat sie auch ihren Mann kennengelernt. Anne und Hans-Jürgen Baldeus hatten stets viele Ideen. Für die „Inselflieger vom Standort Harle“ hatten sie unter anderem die Personenbeförderung auf der Insel übernommen und so war ihnen der Kiosk am Bahnhofsvorplatz schon bald ins Auge gefallen: „Wenn die mal aufhören, bewerben wir uns für den Kiosk“. Gesagt, getan, so haben sie sich seinerzeit beworben und den Zuschlag erhalten. Am Anfang gab es einige Reibungspunkte, erinnert sich Anne Baldeus lachend. Ihr Mann musste im Gastro-Metier als Bilanzbuchhalter umlernen, denn die Dinge mussten oft pragmatisch entschieden werden. „Das klappt schon!“, habe sie ihn oft beruhigen müssen und ihm sei nicht immer wohl dabei gewesen. „Meine Frau stehen, das kann ich“, und das nimmt man Anne Baldeus auch sofort ab.

Umbaupläne

So wandten sie sich auch bald mit weiteren Ideen für „ihren“ Kiosk an den damaligen Bürgermeister Dirk Lindner: sie planten wieder im Namen der Inselflieger einen schicken Imbiss mit Terrassen-Verlängerung und Minigolf-Anlage. „Dass hier ein Imbiss fehlt, kam uns mal in den Sinn, als wir einmal um halb acht so einen Heißhunger auf Pommes und Bratwurst hatten“, lacht sie. Der Baubeginn war 2020 angedacht, 2021 sollte alles fertig sein. Doch durch den unerwarteten Tod des Bürgermeisters und dann Corona kam immer wieder alles ins Stocken. Sie hatten hohe Summen bereits für die Pläne im Architekturbüro investiert. „Unser Ziel war, hier den Treffpunkt für Verabredungen zu machen; ein Pendant zum Pudding, aber eben weg vom Trubel.“ Dann begann die Deutsche Bahn überraschend mit dem Umbau des Bahngeländes. Damit war die Umsetzung in der ursprünglichen Größenordnung hinfällig und sie nahmen Abstand von ihrem Vorhaben. „Nicht noch mehr Geld investieren.“

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