Wangerooge - Beim Tennisturnier auf Wangerooge ging kein Weg an Stefan Seifert und Gleb Sakharov vorbei. Sowohl im Einzel als auch im Doppel standen sich der langjährige Spieler des Oldenburger TeV Seifert (jetzt DTV Hannover) und die aktuelle Nummer Eins der Oldenburger Sakharov gegenüber. Beide Male hieß der Sieger Stefan Seifert. Im Einzel gewann er 6:4, 6:2. Im Doppel setzte er sich gemeinsam mit Louis Frowein durch ein 10:6, 10:6 gegen Sakharov und dessen Partner Marlon Wilken durch.
Pipa verteidigt Titel
Auch die Siegerin der Frauenkonkurrenz ist keine Unbekannte: Shaline-Doreen Pipa verteidigte ihren Titel erfolgreich. Die gebürtige Oldenburgerin, die für den TC BW Halle antritt, besiegte im Finale Spitzenspielerin Michelle Roth vom TC Ludwigshafen souverän 6:2, 6:2. Wie Seifert gewann auch Pipa zwei Titel: Sie sorgte durch den Triumph im Mixed-Doppel dafür, dass durch ihren Partner Jan Heine auch ein aktueller OTeV-Spieler einen Turniersieg einstreichen konnte. Im Finale besiegte das Duo Lucas Hellfritsch und Marie-Charlot Lonnemann (Spvgg Blankenese) 5:10, 10:8, 10:8. Diese hatte im Viertelfinale Leonie Müller von SVE Wiefelstede 6:2, 6:3 besiegt.
An Kapazitätsgrenze
Generell war 48. Austragung des Wangerooger Tennis-Turniers dennoch naturgemäß sehr Oldenburg-gefärbt, es waren aber auch einige Spieler und Spielerinnen von weiter weg angereist, viele davon aus Nordrhein-Westfalen, einige aus Hamburg. Insgesamt wurden 23 Konkurrenzen ausgetragen. „Wir hatten 20 Prozent mehr Meldungen, das Teilnehmerfeld hat seine Kapazitätsgrenze erreicht“, sagte Stefan Jung vom Organisationsteam des Wangerooger Tennis-Clubs: „Die deutschlandweite Beliebtheit ist deutlich zu spüren.“ Auch bei den Zuschauern ist das hochklassige Feld angekommen: Bei den Finals am Freitag zählten die Veranstalter 450 Zuschauer. Kein Wunder, zählen Seifert und Sakharov doch zu den besten 100 Spielern Deutschlands.
Oldenburger Duelle
Auf dem Weg ins Einzelfinale stellten sich den beiden Männer-Finalisten indes gleich mehrere Oldenburger in den Weg. Sakharov traf im Viertelfinale auf Ole Heine, den er mit 6:1, 7:5 besiegte. Im Halbfinale machte er mit 6:1, 6:1 kurzen Prozess mit Lucas Hellfritsch (Spielvereinigung Blankenese). Heine hatte zuvor im Achtelfinale seinen Vereinskollegen Paul Hannack mit 6:2, 6:4 besiegt. Seifert bekam es sowohl im Achtel- als auch im Viertelfinale mit einem OTeV-Spieler zu tun. Nachdem er zunächst Henry Dornbusch 6:1, 6:1 besiegt hatte, verlangte ihm im Viertelfinale Jan Heine alles ab. Nach dem 6:1 im ersten Satz sah noch alles nach einem erneut souveränen Sieg des Routiniers aus, doch der älteste der drei Heine-Brüder zeigte Kämpfer-Mentalität und holte sich den zweiten Satz mit 7:5. Im Match-Tie-Break musste er sich dann knapp 10:12 geschlagen geben. Im Halbfinale reichten Seifert aber wieder zwei Sätze, um sich 6:3, 6:2 gegen Stuart Rehfuß (TC Bredeney) durchzusetzen. Letzterer hatte sich unter anderem durch Siege gegen die Oldenburger Marlon Wilken (1. Runde 6:4, 6:1) und Ben Heine (Achtelfinale 6:1, 6:3) ins Halbfinale gespielt.
Während Seifert im Doppel erst im Finale auf Konkurrenz aus seinem alten Club traf, bekamen es Sakharov und Wilken im Achtelfinale mit einem OTeV-Kollegen zu tun. Sie besiegten Ben Heine mit dessen Partner Fabio Jochens (TK Nordenham) klar mit 10:3, 10:3.
