Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kitesurfen im Wangerland Wenn Spritzwasser gefriert und die Kälte in die Knochen kriecht

Mali Schulz
Kite-Surfer vor Hooksiel mit Containerschiff: An diesem Nachmittag vervollständigte der Besuch von zwei der ganz großen Containerschiffen das Hochgefühl auf und an der Nordsee: kurz vor der Einfahrt zum Jade-Weser-Port Wilhelmshaven trafen sich die OOCL GERMANY und die CMA CGM CONCORDE in der Bucht und gaben der Szene noch ein zusätzliches Highlight. Neben zuweilen tosenden Wellen, Luft- und Wassertemperaturen um 5 Grad und dem Zusammenspiel von böigem Wind, Sonne und wechselnden Wolken war dieses Schauspiel für jeden Strandbesucher auf dem Wasser und am Strand wohl ein echter Hingucker.

Kite-Surfer vor Hooksiel mit Containerschiff: An diesem Nachmittag vervollständigte der Besuch von zwei der ganz großen Containerschiffen das Hochgefühl auf und an der Nordsee: kurz vor der Einfahrt zum Jade-Weser-Port Wilhelmshaven trafen sich die OOCL GERMANY und die CMA CGM CONCORDE in der Bucht und gaben der Szene noch ein zusätzliches Highlight. Neben zuweilen tosenden Wellen, Luft- und Wassertemperaturen um 5 Grad und dem Zusammenspiel von böigem Wind, Sonne und wechselnden Wolken war dieses Schauspiel für jeden Strandbesucher auf dem Wasser und am Strand wohl ein echter Hingucker.

Melanie Weinzierl

Schillig/Hooksiel - Es ist Wind – und das ist für Kitesurfer entscheidend: Egal welches Wetter und vor allem welche Temperaturen herrschen. So tummeln sich die Kiter natürlich auch im Januar vor Hooksiel und Schillig auf der Nordsee, während andere Strandbesucher sich dick eingepackt die Mütze ins Gesicht ziehen.

Im böigen Nordwestwind ist Kiten bei solchen Temperaturen knapp über Null Grad nicht ohne Risiken zu genießen, „aber wer sich trotz Kälte und Nässe in die Fluten wagt, wird belohnt – immer!“ sagt etwa Melanie Weinzierl, Kitesport-Begeisterte aus Bayern.

Sonne und Traumstrand

Strandurlaub und Kitesurfkurse werden selten mit Bildern von bewölktem Himmel oder gar grauen Regentagen beworben. Sonne und Traumstrände mit moderatem Wellengang sollen ein wohliges Gefühl vermitteln und Urlauber locken.

„Doch wer einmal bei Sturm auf einem unserer friesischen Deiche stand, der weiß: gerade dann fühlt man sich besonders lebendig und verbunden mit der Natur.“

Ebenso besonders ist auch eine Kitesurf-Session bei diesen Temperaturen. Jedoch nicht ohne Risiko – das wissen die Kiter. Für Kitesurfer sind bei diesem Wetter neben der passenden Kleidung eine genaue Analyse der Wind- und Wetterverhältnisse und eine gesunde Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sowie eine Anpassung des Fahrstils an die Gegebenheiten unabdingbar.

Kiten im Winter

Ein dünner „3 mm-Sommer-Neoprenanzug“ reicht zum Kiten im Winter kaum aus, genauso sind natürlich Handschuhe, eine Haube oder Mütze, Schuhe sowie ein Neoprenmantel von Vorteil: Es gilt, den Körper vor dem Auskühlen zu schützen. 

Auch sollte man sich bei Winter-Temperaturen in vertrauten Gefilden kiten und besser keine neuen Spots ausprobieren, deren Besonderheiten und Schwachstellen man nicht kennt. Im besten Fall steht das Heißgetränk im Thermobecher auch schon im Auto bereit.

Kälte in den Knochen

„Zwar ist man am Kite und auf dem Surfboard ständig in Bewegung und unter Spannung, muss den oft willkürlich auftauchenden Wellen und anderen Kitern ausweichen und darf auch nicht locker lassen und die Körperspannung lösen, wenn plötzlich eine Böe in den Schirm kracht.“


„Dennoch fühlt man nach einiger Zeit die Kälte in den Knochen und kann von Glück sprechen, wenn der oft eisige Wind die salzigen Tropfen vom Spritzwasser auf dem Gesicht und in den Wimpern nicht gleich gefrieren lässt“, berichtet eine Kiterin.

Für blutige Anfänger ist Kiten bei diesen Temperaturen daher natürlich nicht zu empfehlen. Erfahrene Kiter mit einer gesunden Einschätzung der vorherrschenden Bedingungen haben auch und besonders in dieser Jahreszeit mit fast hundertprozentiger Sicherheit jedes Mal ein gewaltiges Grinsen im Gesicht. Dann nämlich kann man bei so einer Kitesurf-Session wunderbar abschalten.

Kite-Surfer Hooksiel mit Containerschiff

Kite-Surfer Hooksiel mit Containerschiff

„Im besten Fall gelingt uns Kitern ein kurzer – um die 2 Stunden dauernder – aber intensiver Urlaub aus dem Alltag, dessen Nachwirkungen sich oft noch Tage danach positiv bemerkbar machen“, sagt eine Kiterin.

Für die Wassersportler ist es schlichtweg das „Lebensgefühl“ – ein Gefühl, nach dem viele Kitesurfer ihr Leben ausrichten. „Und dazu gehört ein gewaltiger Respekt gegenüber der Natur und den Naturgewalten.“

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Protagonisten vor der Baustelle (v.l.): Kulturamtsleiterin  Christiane Cordes,  EGH-Betriebsleiter Klaus Büscher,  OB Jürgen Krogmann,  Bauleiter Sebastian Rudy und Museumschef  Steffen Wiegmann

UKRAINE-KRIEG TREIBT KOSTEN IN DIE HÖHE Oldenburger Stadtmuseum kostet nun 26,4 Millionen Euro

Thomas Husmann
Oldenburg
Wird als erste Zeugin im Untersuchungsausschuss angehört: Finanz-Staatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne)

SITZUNG MEHRFACH UNTERBROCHEN Untersuchung zur Beförderung in Weils Staatskanzlei beginnt mit Eklat

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Meinung
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit.

TAG DER PRESSEFREIHEIT Vom Glück, in einem freien Land zu leben

Ulrich Schönborn
Oldenburg
Auf Borkum wurden Ende April rund 20 Säcke mit bislang unbekanntem Inhalt angeschwemmt.

WAS WURDE ANGESCHWEMMT? Borkumer Drogenfund bleibt ein Rätsel

Axel Pries
Borkum
Symbolbild

UNFALL IN OLDENBURG Angetrunkener Radfahrer von Auto erfasst – schwer verletzt

Oldenburg