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NWZonline.de Region Friesland

Wenn der Pastor im Autoscooter predigt

13.11.2018

Jubel, Trubel, Heiligkeit: Einen großartigen ökumenischen Gottesdienst feierten die Gäste im Zelt auf dem Zeteler Markt. „Schmalzgebäck und Stoßgebet, Lobgesang und Liebesapfel, Dosenwerfen und Dreieinigkeit – so kommen Volk und Frömmigkeit nur einmal im Jahr zusammen“ – mit diesen Worten eröffnete Pastor Michael Trippner am Sonntag den ökumenischen Gottesdienst im gut besuchten Festzelt. Der Festgottesdienst zum Zeteler Markt ist immer ein ganz besonderer. Auf der Bühne stand ein Autoscooter, dahinter stand ein großes Kreuz. Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Verbundenheit von Kirche und Schaustellern. Dies zeigte sich später sehr zur Freude der Gottesdienstbesucher darin, dass sich Pastor Trippner und Werner Wegener, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Nordhorn, in den Autoscooter setzten und darin eine Dialogpredigt hielten.

Beide sprachen von dem Vorrecht, Menschen Freude zu bereiten: Durch Fahrgeschäfte und durch das Evangelium. Der Gottesdienst wurde mitgestaltet von den Pastorinnen Sabine Indorf und Natascha Hillje-von Bothmer sowie Diakon Klaus Elfert von der katholischen Gemeinde.

Der Posaunenchor Zetel Neuenburg schmetterte mit tatkräftiger Unterstützung der Pausenchöre aus Reepsholt, Ockenhausen, Marx-Eztel und Oldenburg die Choräle. Am Ende ging ein besonderer Dank an Familie Fleßner für das Festzelt, an Werner Wegener für die Dialogpredigt und an Karl-Heinz Hempen für den Autoscooter.

Mit Pauken, Trompeten und einigen anderen Instrumenten zogen am Sonntagabend vier Musikgruppen in das Bayernzelt auf dem Zeteler Markt ein. Der in den Vorjahren übliche musikalische Umzug der Musiker über das Festgelände entfiel diesmal wegen der Witterung. Starker Regen prasselte auf das Zeltdach, als Moderator Peter Wegener die nacheinander einmarschierenden Musikgruppen vorstellte. Bei dieser elften Musikschau „Mit Pauken und Trompeten“ traten der Feuerwehrspielmannszug Zetel/Neuenburg, die Musik- und Showband Grabstede, der Fanfarenzug „Vorwärts“ Langendamm und der Trompetershowcorps „Leinegarde“ aus Neustadt am Rübenberge auf. Nachdem Eckhard Lammers von der Gemeinde die Musiker und die vielen Besucher im Zelt begrüßt hatte, begann die Schau. Den im Scheinwerferlicht golden schimmernden Instrumenten entlockten die Musiker der einzelnen Gruppen nach und nach mitreißende, schwungvolle oder auch besinnliche Töne, die vom Publikum mit viel Beifall bedacht wurden. Erstmals gab es nicht nur Musik zu hören, sondern auch etwas zu sehen: Mitglieder der „Tanzschule Dunse“ zeigten eine Choreographie zum Thema „Get back to the 90s“, die mit viel Power für Abwechslung im Programm sorgte.

Nach gut zwei Stunden endete die Veranstaltung und die Besucher strömten auf das Festgelände, wo sich das Wetter etwas beruhigt hatte.

Eine Show ist nicht bloß eine Aneinanderreihung irgendwelcher Musikbeiträge. Um aus einer Veranstaltung eine Show zu machen, kommt es auf die Zusammenstellung der Künstler und vor allem auf ein gekonntes Verbinden der einzelnen Programmbeiträge an. Dafür sorgte Peter Wegener. An ihm lag es, mit netten Worten und auch lustigen Geschichten für etwas Auflockerung beim Publikum zu sorgen. Als wahrer Meister für diese Aufgaben erwies sich der Hobby-Showmaster auch in diesem Jahr.

Im Bayernzelt auf dem Zeteler Markt herrschte am Montag ausgelassene Stimmung beim Seniorennachmittag. Bei Kaffee, Tee und Berlinern haben es sich die 400 Senioren gut gehen lassen: „Das ist eine alte Tradition“, sagte Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann, „und so lange so viele daran teilnehmen, ist es wichtig, diese Tradition auch weiterzuführen“. Während sich die Senioren an dem süßen Gebäck, das von den Schaustellern bezahlt wurde, und dem heißen Kaffee und Tee, den die Gemeinde übernahm, erfreuten, sang der Bockhorner Shanty-Chor. Mit einer Mischung aus alten deutschen Liedern und internationalen Liedern, wie dem schottischen Lied „My Bonnie Is Over the Ocean“, brachten sie den ein oder anderen Teilnehmer des Seniorennachmittags zum Schunkeln und Mitsingen. Aber nicht nur Senioren nutzten die Veranstaltung, auch ihre Kinder und Enkel nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam einen schönen Nachmittag zu verbringen. Die ältesten Gäste waren Walli Janssen, sie feierte im Juli ihren 93. Geburtstag, und der 96-jährige Hermann Proll. Er war bereits im vergangenen Jahr der älteste Teilnehmer.

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