WIEDEL - Die Aschermittwochswette der SPD Gemeinde- und Ortsvereine aus Schortens, Jever und dem Wangerland zog am Mittwoch wieder viele Genossen und Genossinnen ins Dreiländereck im Wiedel. Um es vorweg zu sagen – Verlierer sind die Schortenser.

Olaf Lies, Landtagsabgeordneter und stv. Landesvorsitzender, und der Europa-Abgeordnete Matthias Groote waren diesmal prominente Gäste im Dreiländereck.

Ausrichter war der Gemeindeverband Wangerland, vertreten durch seinen Vorsitzenden Heinz Martin. „Es ist guter Brauch, sich einmal im Jahr hier zu treffen. In diesem Jahr ist es die 26. Aschermittwochswette“, sagte Martin. Die Bilanz der Redner bei der Aschermittwochswette zeige, „wer nach oben will, der braucht Hartnäckigkeit und die Aschmittwochswette“, sagte Martin mit Blick auf zahlreiche politische Karrieren, die im Dreiländereck ihren Anfang genommen hätten.

Stellvertretend nannte er Johannes Bruns, Hans Koscheck, Wolf Weber, Klaus Grobecker und nicht zu vergessen Gerhard Schröder, der nach seiner Wettteilnahme Ministerpräsident und später Bundeskanzler wurde.

„Wer hier antritt, gewinnt Wahlen. Das wird sich spätestens 2012 bei der Aschermittwochswette zeigen“, sprach Olaf Lies den Anwesenden aus dem Herzen: Dann könne die SPD eine vernünftige Landes- und Bildungspolitik machen, sagte Lies mit Blick auf aktuelle Beschlüsse der jetzigen Landesregierung in der Bildungspolitik.


Die Finanzkrise war dann am Nachmittag im „Hof von Wangerland“ in Tettens Thema des aus Cuxhaven kommenden Europa-Abgeordneten Groote. Dort hatte er vor mehr als 1500 Europabefürwortern für die EU-Wahlen im Herbst geworben. „Die Finanzwirtschaft muss der Realwirtschaft dienen“, forderte er. Es müsse klare Spielregeln im Finanzbereich geben, sagte der Abgeordnete.

Auch die Managergehälter thematisierte er und sagte, es könne nicht sein, dass durch Arbeitsplatzabbau Manager hohe Boni erhielten, weil das Unternehmen kurzfristig besser dastehe.

Bei der Wette selbst war klar, dass es zwei Gewinner geben würde und einen Verlierer. Für trockene Füße auf dem Weg zum Wiedel hatten in Reimform die Wangerländer und die Jeveraner plädiert – und tatsächlich Recht behalten. „Zum Grenzstein geht es mit nassen Füßen“, hatten dagegen die Schortenser vorausgesagt. Und so sind sie nun als Verlierer die Ausrichter der nächsten Wette an Aschermittwoch 2010.