Wilhelmshaven/Heidmühle - Keinen Sieger gab es am Freitagabend im Gipfeltreffen der Fußball-Bezirksliga. Allerdings bekamen die 420 Zuschauer im Jadestadion beim 2:2 (0:0) ein packendes Flutlicht-Derby zwischen dem Tabellenzweiten SV Wilhelmshaven und Spitzenreiter Heidmühler FC zu sehen.
Schon vor dem Seitenwechsel hatten sich beide Mannschaften ein schnelles und gutklassiges Spitzenspiel geliefert, in dem beide auf die Führung drängten, echte Torchancen aber Mangelware waren. Zwei Fernschüsse stellten für die jeweiligen Torhüter keine Probleme dar.
Unter Druck gesetzt
Das sollte sich nach dem Seitenwechsel aber ändern. So erzielte Neuzugang Alexander Koscheck in der 57. Minute per Kopf die Gästeführung und setzte den SVW damit richtig unter Druck. Und es kam noch besser für die Elf von HFC-Coach Daniel Oleksyn. In der 69. Minute erhöhte Joshua Titz für nach einem Eckball ebenfalls per Kopf auf 2:0.
Heidmühle hatte bis dahin drei gute Chancen, der SV Wilhelmshaven konnte einen Lattentreffer für sich verbuchen. Die Heidmühler Führung war somit verdient, aber die Wilhelmshavener gaben sich noch nicht geschlagen.
Saiem Suleiman gelang in der 79. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2 – und es wurde wieder richtig spannend. Die Gastgeber drängten auf den Ausgleich, der in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Nico Rychlik auch tatsächlich fiel. Etwas später hatte David Susac sogar noch die Riesenchance zum 3:2 für den SV Wilhelmshaven. Er vergab aber freistehend vor Gästekeeper Lukas Gerdes.
„Es ist schwer, nach so einem Spiel ein Fazit zu finden“, erklärte Oleksyn kurz nach dem Abpfiff: „Wir waren 75 Minuten lang die bessere Mannschaft, hatten Spiel und Gegner im Griff und müssen eigentlich mit 4:0 führen. Allerdings haben wir die Chancen leider nicht genutzt.“
Sack nicht zugemacht
Der HFC-Coach weiter: „Es war ein superhitziges Derby mit einigen fragwürdigen Entscheidungen, die solch ein Spiel natürlich noch anfachen. Letztlich lassen wir Zähler liegen und haben uns um zwei Punkte gebracht. Leider haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen. Spielerisch war das ein starker Auftritt von uns, aber das nützt am Ende nichts. So fahren wir nur mit einem anstatt mit drei Punkten nach Hause.“
Sein Gegenüber Lars Klümper analysierte nach dem Spielende: „Das 3:2 wäre natürlich des Guten zu viel gewesen. Am Ende können wir mit dem Punkt angesichts des Spielverlaufs auch gut leben.“ Heidmühle hätte schon mehr vom Spiel gehabt: „Aber unsere Jungs haben auch nach dem 0:2 immer an sich geglaubt und bis zum Schluss alles gegeben, um nicht zu verlieren. Das war schön zu sehen und zeigt die starke Moral in der Mannschaft.“

