Wilhelmshaven/Neustadtgödens - Verschiedene Unternehmen aus der Region haben jetzt gemeinsam die „Biosphären-Bratwurst vom Deichlamm“ entwickelt. Beim jüngsten Treffen der Nationalpark- und Biosphären-Partnerbetriebe wurde die „Antwort auf die Currywurst“ vorgestellt.
Maßgeblich beteiligt an der Biosphären-Bratwurst: die Fleischerei Hamacher in Neustadtgödens, 1959 von Karl Hamacher durch Übernahme der Schlachterei Meino Tuhn gegründet.
Kurze Lieferwege
Marco und Stefan Hamacher setzen auf kurze Wege und produzieren mit Fleisch aus der Region. Sie sind auch bekannt dafür, immer wieder neue Produkte zu entwickeln. Auf Niedersachsens Deichen stehen 60 000 Schafe, teilt die Nationalparkverwaltung mit. Auch auf den Speisekarten der gastronomischen Betriebe ist vielfach Lamm vertreten. Aber: „75 Prozent der Gastronomen kaufen ihr Lammfleisch über den Großhandel, meist als küchenfertig portionierte Tiefkühlware aus Neuseeland“, schreibt die Nationalparkverwaltung in einer Pressemitteilung. Um die Region zu stärken und wieder mehr heimisches Lamm auf die Teller zu bringen, haben sich auf Einladung der Biosphärenregion einige Akteure auf den Weg gemacht und eine Lieferkette mit kurzen Wegen – für maximale Frische und Qualität – ins Leben gerufen.
Gemeinsame Vermarktung
„So arbeiten für die Herstellung und Vermarktung der Biosphären-Bratwurst Betriebe aus der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer partnerschaftlich zusammen“, erklärt Astrid Martin, Koordinatorin des Netzwerks bei der Nationalpark- und Biosphärenverwaltung. „Gleichzeitig werden eine naturverträgliche Landwirtschaft, eine Kultur der Zusammenarbeit und die Wirtschaft in der Region gefördert.“ Die teilnehmenden Betriebe sind neben der Fleischerei Hamacher: die Deichschäferei Jochen Fass, Wilhelmshaven; das Atlantic Hotel Wilhelmshaven und der Gulfhof Friedrichsgroden, Carolinensiel.
