Wilhelmshaven/Norderney - Bei der Seenotküstenfunkstelle der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) ist am Freitag gegen 10.30 Uhr in der Rettungsleitstelle See ein „Mayday“-Ruf eingegangen. Also: unmittelbare Lebensgefahr. In der befand sich ein Segler, der im Norderneyer Seegatt aufgrund eines Maschinenschadens und Grundberührung in Seenot geraten war. Mit seinem Segelboot war er auf einer Sandbank in der Brandung festgekommen, berichtete die DGzRS am Samstag.

Über Sprechfunk nahmen die Wachleiter Kontakt zu dem Segler auf. Der Mann konnte zwar nur eine sehr ungenaue Position benennen. Etwa zeitgleich ging jedoch auf dem Seenotrettungskreuzer „Eugen“ der DGzRS-Station Norderney ein Anruf eines Insulaners ein: Er hatte die Jacht in der Brandung vor Norderney bereits entdeckt und konnte ebenfalls Angaben machen. Die Seenotretter liefen sofort aus und baten auch die Seenotretter der Freiwilligen-Station Norddeich mit dem Seenotrettungsboot „Otto Diersch“ um Unterstützung.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte bereits seit mehreren Stunden ablaufendes Wasser und höchste Eile war geboten, berichteten die Seenotretter. Die Jacht drohte in der Brandung zu zerschellen. Im flachen Wasser konnte der Seenotrettungskreuzer die etwa zehn Meter lange Jacht bereits nicht mehr erreichen. Um kurz nach 11 Uhr traf dann aber das Seenotrettungsboot „Otto Diersch“ am Havaristen ein.

Es gelang dem Segler, die von den Seenotrettern hinübergeworfene Schleppleine an seinem Boot zu befestigen. So konnte die „Otto Diersch“ das Boot freischleppen. Der Segler, der auf seinem Törn von Wilhelmshaven zurück zum Heimathafen im niederländischen Ijsselmeer einen Zwischenstopp in Norderney eingelegt hatte, wurde nach Norddeich gebracht.