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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Sielacht: 11 000 Kubikmeter Klei für Wangerooge liegen bereit

18.12.2015

Wittmund /Harlesiel Beim Bau des 20 Hektar großen Entlastungspolders für Wittmund fallen rund 42 000 Kubikmeter Kleiboden an, die für den Deichbau auf Wangerooge verwendet werden sollen. Das berichtete Gerd Paulsen vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Donnerstag bei der Sielacht Wittmund.

Der Entlastungspolder soll ein Stauvolumen von 500 000 Kubikmeter Wasser vorhalten und Überflutungen des Wittmunder Gewerbegebiets nach Starkregen vermeiden. Das Besondere daran: 120 000 Kubikmeter Kleiboden werden ausgebaggert. Rund 50 000 Kubikmeter davon sollten ursprünglich für den Deichbau auf Wangerooge genutzt werden.

Diese Menge wird man nicht ganz erreichen, da für den Wall um den Polder mehr Klei als ursprünglich geplant gebraucht wird. Sielacht und NLWKN schätzen, dass für Wangerooge am Ende rund 42 000 Kubikmeter Klei übrigbleiben. 11 000 Kubikmeter Klei liegen derzeit bereits auf einem Lagerplatz vor dem Hafen von Harlesiel. Bis zum Jahresende sollen es bereits 30 000 Kubikmeter sein.

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Der Deichbau mit dem Wittmunder Klei auf Wangerooge hat enorme Auswirkungen auf die Kosten des Polderbaus. Da es sich um eine Küstenschutzmaßnahme handelt, zahlt das Land die Kleiarbeiten. „Wir haben eine Million Euro gespart“, sagte Sielacht-Geschäftsführer Johann Schildt. Die Gesamtinvestitionssumme sinkt von 2,65 auf rund 1,68 Millionen Euro.

Wie wichtig Arbeiten zur Entwässerung sind und wie stark die Niederschläge in den vergangenen Jahren zugenommen haben, machte Obersielrichter Ulfert R. Janssen in seinem Jahresbericht deutlich: In Harlesiel habe man in diesem Jahr schon 950 Millimeter Niederschläge gemessen, normal seien 800 Millimeter. In Wittmund seien allein im November 199 Liter pro Quadratmeter gefallen.

Die Pumpen des Schöpfwerks Harlesiel, die das Binnenwasser in die Nordsee befördern, liefen bereits 1080 Stunden – 2014 waren es 448 Stunden. Um die Wassermassen zu bewältigen, habe die Sielacht die Elektronik der Pumpen in Harlesiel erneuert. Man könne jetzt 520 000 Kubikmeter Wasser zusätzlich pro Tag in die Nordsee leiten, so Janssen.

Allerdings erweise sich die Brücke über die Bundesstraße in Carolinensiel noch als Nadelöhr. Gelegentlich müsse die dritte Pumpe in Harlesiel daher abgestellt werden.

Die Sielacht Wittmund hat eine Verbandsfläche von rund 22 070 Hektar zu entwässern. Das Gebiet beginnt bei Spekendorf und Brockzetel im Landkreis Aurich und geht über die Stadt Wittmund bis nach Middoge und Elisabethgroden im Wangerland. Es gibt 112 Gewässer mit einer Gesamtlänge von 275 Kilometern.

Einstimmig wählten Ausschuss und Vorstand der Sielacht Wittmund Enno Ommen aus Groß Charlottengroden zum neuen Obersielrichter und Nachfolger von Ulfert R. Janssen. Der Updorfer konnte aus Altersgründen nicht wieder kandidieren. Neuer Sielrichter und Nachfolger von Ommen wurde Udo Hinrichs aus Tjüchen.

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