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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

25 Leerstände und zu wenige Kunden

05.02.2015

Varel Sorgen um die Zukunft der Vareler Innenstadt bestimmten am Dienstagabend die Sitzung des Finanzausschusses. In der Einwohnerfragestunde kritisierten mehrere Kaufleute die geplante Umsiedlung von Aldi auf die Schützenwiese und die Ansiedlung des Raiffeisenmarktes an der Panzerstraße.

„Die Abwärtsspirale der Fußgängerzone wird mit diesen Vorhaben noch fortgesetzt“, kritisierte Rolf-Peter Filmer und zeichnete ein düsteres Bild von der Innenstadt: „25 Leerstände und geringe Kundenfrequenz halten Investoren davon ab, nach Varel zu kommen.“ Weitere Negativfaktoren seien die Parkgebühren sowie die Schließung von Markant.

„Wie soll es weitergehen, wenn wir jetzt noch Kaufkraftströme abziehen, indem wir einen Raiffeisenmarkt ansiedeln und Aldi auf die Schützenwiese bringen“, fragte Eckard Klein, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Varel.

Die Sorgen teilt die Wählergemeinschaft Zukunft Varel, die einen Antrag gestellt hatte, der in der Sitzung behandelt wurde. Zukunft Varel hat beantragt, die Planungen für eine weitere Bebauung der Schützenwiese und die Ansiedlung des Raiffeisenmarktes um mindestens drei Jahre zurückzustellen, die Leerstände in der Innenstadt zu erfassen und einen Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt aufzustellen. Außerdem soll ein Konzept für das Geschäftsleben in Varel insgesamt erstellt werden.

Die Sorgen um die Aldi-Ansiedlung teilt Bürgermeister Gerd-Christian Wagner nicht. Aldi wolle seinen in die Jahre gekommenen Laden lediglich um 600 Meter verlagern und um 350 Quadratmeter vergrößern. Das Sortiment würde nicht erweitert, lediglich attraktiver dargeboten. „Kaufkraftströme werden dadurch nicht aus der Innenstadt abgezogen“, ist er sich sicher. Auch der Raiffeisenmarkt werde von der Bevölkerung gewünscht.

Für Peter Nieraad (CDU) sind „Aldi und Raiffeisenmarkt nicht kriegsentscheidend“. Ein Problem für die Kaufleute sei eher der Einkauf im Internet. „Dieses Problem müssen wir angehen und Kunden mit Erlebnisorientiertheit in die Stadt locken“, sagte er. „Die Kaufleute müssen einsehen, dass die Leute nicht mehr zu Fuß einkaufen“, ergänzte Rudi Böcker (BBV) und sieht in der geplanten Umsiedlung von Aldi kein Problem. Ebenso beurteilen es Hannelore Schneider und Jörg Weden von der SPD. Auch für Lars Kühne (CDU) „passen Aldi und der Raiffeisenmarkt in die Stadt“.

Karl-Heinz Funke (ZV) sieht das anders: „Aldi und der Raiffeisenmarkt führen zu einer verschärften Wettbewerbssituation.“ Damit sprach er den Kaufleuten und Vermietern aus der Seele: „Wir dürfen bei Famila keine Stadt neben der Stadt schaffen“, sagte Rolf-Peter Filmer, „das bringt das Fass zum Überlaufen“.

Die geplante Ansiedlung des Raiffeisenmarktes und die Umsiedlung von Aldi wird weiter in den Fraktionen beraten.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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