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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

265 Millionen Tonnen Müll treiben in den Meeren

22.11.2011

JEVER Beim ersten Vortrag im Rahmen des Winterprogramms der WAU (Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur und Umweltschutz) referiert an diesem Dienstag, 22. November, Professor Dr. Gerd Liebezeit vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg über die Vermüllung des Meeres.

Die globale Plastikproduktion ist seit 1950 von 1,7 auf heute 265 Millionen Tonnen angestiegen. „Vor allem Sorglosigkeit im Umgang mit Abfällen an Land wie auf See führt dazu, dass sich immer mehr Müll im Ozean findet“, so Liebezeit: Im Meer entsorgter Müll und verlorene Netze oder verlorene Ladung tragen direkt zur Vermüllung bei. An den Stränden ist Tourismus Hauptquelle.

Plastik ist langlebig; Schätzungen reichen bis etwa 450 Jahre für den vollständigen Abbau. Das meiste Plastik ist leicht, es treibt im Wasser und wird mit Wind und Strömungen über weite Entfernungen transportiert. Schwereres Plastik sinkt auf den Meeresgrund. Schätzungen aus dem Jahr 2000 geben für die Nordsee eine Menge von 43,4 Millionen Teilen Plastikmüll am Boden an, so Liebezeit.

„Makromüll im Meer ist für viele Tiere tödlich: Seehunde verstricken sich in verlorenen Netzen, viele Seevögel fressen kleine Plastikteile und verfüttern sie an ihre Jungen, die dann mit vollem Magen verhungern“, weiß der Experte.

Der im Wasser treibende oder auf dem Meeresboden liegende Plastikmüll wird durch mechanische Beanspruchung, Sonnenstrahlung oder auch biologische Aktivität so lange weiter zerkleinert, bis aus ihm Mikromüll geworden ist.

Weltweit und damit auch im Niedersächsischen Wattenmeer finden sich diese kleinen Plastikteilchen in kugel- oder faserförmiger Form oder als Fragment aus dem Abbau von Plastikfolien.

Wie Makroplastik können auch diese kleinen Teilchen Effekte auf die Organismen im Meer haben. So nimmt Mikroplastik gelöste Schadstoffe aus dem Wasser auf. Wenn Fische oder Wattwürmer dieses Plastik mit der Nahrung zu sich nehmen, gelangen diese Schadstoffe in die Tiere – eine sekundäre Verschmutzung.

Beginn des Vortrags ist um 20 Uhr im Anton-Günther-Saal des Rathauses. Der Eintritt ist frei, Interessierte sind willkommen.

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