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Aktualisiert vor 23 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Flüchtlinge: Ammerländer Stuben voll ausgelastet

23.10.2015

Varel Ab dem 1. November ziehen 18 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in die Ammerländer Stuben an der Oldenburger Straße in Varel ein (die NWZ  berichtete). Nachdem die Eigentümer Dieter und Elfriede Achtig die Hotel-Gaststätte aus Altersgründen aufgegeben hatten, hat der Bezirksverband Oldenburg, Träger des Waisenhauses Varel, das Gebäude für fünf Jahre gemietet.

Die NWZ  beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie werden die jungenFlüchtlinge betreut?

In den Ammerländer Stuben werden zwei Wohngruppen mit je neun Jugendlichen eingerichtet, erläutert die Leiterin des Waisenhauses, Claudia Preuß. Sie werden von sechs pädagogischen Mitarbeitern Tag und Nacht begleitet. Die Einrichtung hat bereits Erfahrungen mit Flüchtlingen. „Wir haben schon einige in unseren Wohngruppen. Dort haben sie sich sehr gut eingefunden“, sagt Claudia Preuß.

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„Die jungen Flüchtlinge werden betreut und verpflegt. Neben pädagogischer und therapeutischer Hilfe erhalten sie auch Sprachförderung“, ergänzt Olaf Meyer-Helfers, Leiter des Kreisjugendamtes. Zudem sollen sie selber kochen und ihre Zimmer sauber halten.

Ist das Gebäude überhaupt ausgelastet?

Ja. Bei der Belegung von 18 Flüchtlingen plus Personal sind die Ammerländer Stuben voll ausgelastet. Zudem werden im Gebäude Wohnzimmer und Aufenthaltsräume mit Spielgeräten wie ein Kicker-Tisch eingerichtet.

Wie lange bleiben dieJugendlichen in Varel?

Der Jugendamtsleiter geht davon aus, dass es eine hohe Fluktuation unter den Bewohnern geben wird und dass maximal die Hälfte der aufgenommenen Jugendlichen dauerhaft bleibt. Einige machen sich auf den Weg zu Verwandten, andere werden auf andere Kommunen verteilt. Er betont aber: „Es ist ein Angebot, das wir auf Jahre brauchen werden.“ Laut Olaf Meyer-Helfers sei die momentane Aufnahme der jungen Flüchtlinge keine „Bugwelle“, die schnell wieder abebbe. „Wir werden sie nicht vor der Volljährigkeit in die Freiheit entlassen.“

Kommen die Eltern derJugendlichen nach?

Nein. Erstes Ziel der Jugendhilfe sei die Familienzusammenführung. „Wenn ein Elternteil in Deutschland ist, wird das Kind dorthin gebracht, wo Vater oder Mutter leben“, sagt Meyer-Helfers.

Müssen die Flüchtlingezur Schule gehen?

Ja, die Flüchtlinge sollen an den Schulen integriert werden. „Sie müssen zur Schule gehen, soweit sie die Schulpflicht in ihrer Heimat noch nicht erfüllt haben“, erläutert Olaf Meyer-Helfers und betont, dass auch für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge deutsches Recht gelte.

Wie alt sind die Bewohner und wo kommen sie her?

„Wir wissen nicht, wie alt die Jugendlichen sind, welche Nationalität sie haben und ob sie überhaupt in Friesland bleiben wollen“, sagt der Leiter des Kreisjugendamtes, Olaf Meyer-Helfers. Es werden viele bereits eigenständige Jugendliche dabei sein.

Warum kommen fast nurmännliche Flüchtlinge?

„Viele jungen Männer wurden von den Eltern als Hoffnungsträger ausgesucht und auf die Reise geschickt, weil sie die fittesten Familienmitgliedern sind, um die Reisestrapazen zu überstehen“, erklärt Preuß. Sie sollen in ihrer neuen Heimat schnell Arbeit finden, um Geld für die Familie zu verdienen. Viele haben sich verschuldet, um ihnen die Flucht zu ermöglichen.

Sind weitere Hotels alsUnterkünfte geplant?

Nein. „In Varel werden Flüchtlinge nur in den Ammerländer Stuben einquartiert“, sagte Olaf Meyer-Helfers. Sowohl das leerstehende Landhotel Haßmann an der Wiefelsteder Straße in Oben­strohe als auch die Burg Hohenzollern in der Neumühlenstraße in Varel seien nicht als Unterkünfte geplant. „Wir hatten uns die Burg Hohenzollern zwar angeschaut“, bestätigt Claudia Preuß, mit dem Angebot, die Ammerländer Stuben nutzen zu können, sei diese Möglichkeit aber verworfen worden. Weitere unbegleitete Flüchtlinge werden im Jugendhaus Collstede (Gemeinde Zetel) untergebracht. „Zudem ist eine ähnliche Einrichtung in Bockhorn geplant“, kündigt Meyer-Helfers an. Träger soll die Diakonie sein.

Gibt es für Notfälle eine Telefon-Hotline?

Es gibt eine Rufbereitschaft für die Nachbarschaft. Die Verwaltung des Waisenhause steht für Fragen und Hinweise unter der Telefonnummer 04451/91310 zur Verfügung. „Rufen Sie uns an, wenn etwas passiert“, fordert Claudia Preuß die Nachbarn auf. Zudem sei das Waisenhaus in Gesprächen mit der Polizei.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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